Im WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien sorgte eine Szene in der 67. Minute für Aufsehen: Der argentinische Mittelfeldspieler Enzo Fernández wurde nach einem rücksichtslosen Foul an Pau Cubarsí des Feldes verwiesen. Der Zusammenprall war so heftig, dass Cubarsí minutenlang am Boden liegen blieb und medizinisch behandelt werden musste. Fernández zeigte sich nach der Partie reumütig und entschuldigte sich öffentlich für die Aktion.
Salto-Foul mit Folgen
Der Vorfall ereignete sich, als Fernández mit gestrecktem Bein und hohem Tempo in den Zweikampf mit Cubarsí ging. Der spanische Abwehrspieler wurde dabei umgestoßen und überschlug sich. Schiedsrichter Szymon Marciniak zögerte nicht lange und zeigte Fernández sofort die Rote Karte. Die Fernsehbilder bestätigten die Entscheidung: Es handelte sich um ein brutales Foul, das eine ernsthafte Verletzung hätte verursachen können.
Reaktionen auf die Szene
Die Aktion löste hitzige Diskussionen in den sozialen Medien und unter Experten aus. Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe sagte: „Die Rote Karte war absolut gerechtfertigt. Fernández hat hier völlig überzogen und die Gesundheit seines Gegenspielers riskiert.“ Auch die argentinische Presse zeigte sich kritisch. Die Zeitung „Olé“ titelte: „Schwarzer Tag für Enzo – die Rote Karte überschattet das Finale.“
Auswirkungen auf das Spiel
Nach dem Platzverweis musste Argentinien in Unterzahl weiterspielen. Trainer Lionel Scaloni reagierte umgehend und brachte mit Nicolás Otamendi einen zusätzlichen Verteidiger. Dennoch gelang es Spanien, die numerische Überlegenheit zu nutzen. In der 83. Minute erzielte Álvaro Morata den entscheidenden Treffer zum 2:1-Endstand. Für Argentinien war die Niederlage bitter, zumal man bis zur Roten Karte gut im Spiel gewesen war.
Fernández entschuldigt sich
Nach dem Abpfiff suchte Fernández das Gespräch mit Cubarsí. „Es tut mir unendlich leid. Ich wollte ihn nicht verletzen“, sagte der 25-Jährige. Cubarsí nahm die Entschuldigung an, gab jedoch zu bedenken: „Solche Aktionen gehören nicht auf den Fußballplatz. Ich bin froh, dass ich mit einer Prellung davongekommen bin.“ Die FIFA kündigte an, den Vorfall zu prüfen. Fernández droht eine Sperre von mehreren Spielen.
Statistik und Fakten
Es war die erste Rote Karte in einem WM-Finale seit 2006, als Zinédine Zidane gegen Italien vom Platz gestellt wurde. Fernández wurde damit zum zweiten argentinischen Spieler nach Pedro Pasculli (1986), der in einem WM-Endspiel die Rote Karte sah. Die Aktion führte auch zu einer Debatte über die Härte der Zweikämpfe im modernen Fußball.



