Die 15. Etappe der Tour de France endete mit einem Sieg von Remco Evenepoel, der den bislang dominierenden Tadej Pogacar im Finish düpierte. Doch der Tag stand im Zeichen des schweren Sturzes von Jonas Vingegaard, der das Rennen aufgeben musste.
Evenepoel triumphiert auf dem Plateau de Solaison
Der belgische Doppel-Olympiasieger vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe setzte sich auf dem anspruchsvollen Teilstück mit dem Schlussanstieg zur Alpen-Hochebene Plateau de Solaison durch. Er verwies den Topfavoriten Tadej Pogacar auf den zweiten Platz und feierte seinen ersten Etappensieg bei dieser Tour.
Pogacar, viermaliger Gesamtsieger aus Slowenien vom Team UAE Emirates-XRG, verpasste damit überraschend den fünften Tagessieg bei der 113. Frankreich-Rundfahrt und den 26. seiner Karriere. Am Vortag hatte er noch dominant gewonnen.
Vingegaards Sturz überschattet die Etappe
Der Däne Jonas Vingegaard, der auf dem zweiten Gesamtrang gelegen hatte, stürzte in einer Rechtskurve und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Der Unfall ereignete sich, als Vingegaard mit hoher Geschwindigkeit wegrutschte und mehrere Fahrer zu Fall kamen. Auch Isaac Del Toro, ein wichtiger Helfer Pogacars, stürzte, stieg aber schnell wieder auf und wurde letztlich Dritter.
„Es war ein schockierender Moment“, sagte ein Sprecher des Teams. „Jonas geht es den Umständen entsprechend, aber er kann die Tour nicht fortsetzen.“
Auswirkungen auf das Gesamtklassement
Im Kampf um das Gelbe Trikot untermauerte Pogacar trotz der Niederlage seine Vormachtstellung. Florian Lipowitz, der bereits am Vortag Zeit verloren hatte, kam 58 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Evenepoel ins Ziel.
Am Montag steht der zweite und letzte Ruhetag der Rundfahrt an. Danach geht es mit einem Zeitfahren am Genfer See weiter, bevor in den Alpen die Entscheidungen in der Gesamtwertung fallen dürften.



