Brandenburgs Verkehrsminister hat mit einer überraschenden Aussage zu möglichen Lockerungen des strikten Nachtflugverbots am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) für Aufsehen gesorgt. Bislang hatte die Landesregierung stets an dem Verbot festgehalten, doch nun deutet sich ein Umdenken an.
Hintergrund des Nachtflugverbots
Am BER gilt ein striktes Nachtflugverbot, das Passagiermaschinen in der Zeit von 0 bis 5 Uhr starten oder landen verbietet. Diese Regelung wurde eingeführt, um Anwohner vor Lärm zu schützen. Allerdings kritisieren Fluggesellschaften und Reiseveranstalter das Verbot seit langem, da es zu Verspätungen und höheren Kosten führt.
Überraschende Aussage des Ministers
In einer aktuellen Stellungnahme erklärte der Verkehrsminister, man werde prüfen, ob das Nachtflugverbot gelockert werden könne. „Wir müssen die wirtschaftlichen Interessen des Flughafens und die Bedürfnisse der Urlauber stärker berücksichtigen“, so der Minister. Eine konkrete Entscheidung stehe jedoch noch aus.
Reaktionen auf die Ankündigung
Die Ankündigung stößt auf gemischte Reaktionen. Während Tourismusverbände und Fluggesellschaften die mögliche Lockerung begrüßen, warnen Anwohnerinitiativen vor steigender Lärmbelastung. „Wir werden uns gegen jede Aufweichung des Verbots zur Wehr setzen“, sagte ein Sprecher einer Bürgerinitiative.
Ausblick
Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte das Verbot gelockert werden, könnten erste Flüge in den Nachtstunden bereits im Herbst starten. Der Minister betonte jedoch, dass der Lärmschutz weiterhin Priorität habe.



