Früherer Nationaltorwart Manfred Manglitz mit 86 Jahren gestorben
Ex-Nationaltorwart Manfred Manglitz mit 86 Jahren gestorben

Der frühere deutsche Fußball-Nationaltorwart Manfred Manglitz ist tot. Er starb am Montag im Alter von 86 Jahren in Spanien, wie sein langjähriger Verein MSV Duisburg mitteilte. Manglitz lebte seit vielen Jahren auf der Iberischen Halbinsel.

Vier Länderspiele und WM-Bronze 1970

Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Manglitz vier Länderspiele. Er gehörte zum Kader der Mannschaft, die 1970 bei der Weltmeisterschaft in Mexiko unter Bundestrainer Helmut Schön den dritten Platz belegte. In der Bundesliga bestritt er insgesamt 257 Spiele für den MSV Duisburg und den 1. FC Köln.

1964 wurde Manglitz mit dem MSV Duisburg, damals noch als Meidericher SV bekannt, überraschend Vizemeister. 1966 zog der Verein ins Finale des DFB-Pokals ein, verlor jedoch. Mit dem 1. FC Köln stand er 1970 und 1971 erneut im Pokalfinale, beide Endspiele gingen ebenfalls verloren.

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Historischer Elfmeter und Bundesliga-Skandal

In die Bundesliga-Geschichte schrieb sich Manglitz im Juni 1967 ein, als er beim 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach per Elfmeter den ersten Torschuss eines Torwarts in der Liga verwandelte. Diese Leistung machte ihn zu einer Legende. Allerdings wurde er auch durch den Bundesliga-Bestechungsskandal der Saison 1970/71 bekannt. Wegen seiner Verwicklung in die Affäre sperrte der Deutsche Fußball-Bund Manglitz zunächst lebenslang, hob die Sperre später jedoch auf.

Weggefährten beschrieben Manglitz als charismatische Persönlichkeit mit einer offenen und direkten Art, die an Box-Legende Muhammad Ali erinnerte. Sein Spitzname „Cassius“ leitete sich von Alis früherem Namen Cassius Clay ab. Manglitz lebte zuletzt in Spanien, wo er nun verstarb.

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