Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat ihre erste technische Panne erlebt. Im Spiel der Schweiz gegen Katar versagte die Technik, wie die Fifa einen Tag später zugab. Millionen Fußball-Fans rieben sich verwundert die Augen, als in der 17. Minute der Schweizer Remo Freuler von Katars Torhüter Abunada gefoult wurde. Für die TV-Zuschauer war klar: Bei der Kopfball-Vorlage stand der Schweizer im Abseits. Doch es gab keine VAR-Intervention, keinen Check und keine kalibrierte Linie.
Halbautomatische Abseitserkennung funktioniert nicht
Die halbautomatische Abseitserkennung war ausgefallen. Daher galt die Entscheidung von Schiedsrichter Hector Said Martinez aus Honduras, der sofort auf Elfmeter entschieden hatte. Der VAR im „Keller von Dallas“ musste die Linien selbst ziehen, konnte die Abseitsposition jedoch nicht eindeutig belegen. So blieb es bei der Entscheidung des Schiedsrichtergespanns auf dem Feld.
Die Fifa erklärte dazu: „Die vom VAR zur Überprüfung der Positionen der betreffenden Spieler verwendeten Linien ergaben in keiner der beiden Situationen unmittelbar vor der Elfmeterentscheidung, dass sich der Angreifer in einer Abseitsposition befand.“ Der Weltverband sprach von einem „kurzen technischen Ausfall“ und betonte, dass das Problem „schnell gelöst wurde“.
Schweiz kann nicht profitieren
Die Schweiz konnte von der Panne jedoch nur bedingt profitieren. Das frühe 1:0 durch den ehemaligen Bundesliga-Star Breel Embolo brachten die Eidgenossen nicht über die Zeit. Kurz vor dem Abpfiff unterlief dem Hamburger Miro Muheim in der 90.+4 Minute ein Eigentor, das den späten Ausgleich für Katar bedeutete.



