Überraschende Wende kurz vor dem Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft: Der Weltverband Fifa hat die automatische Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun (25) auf Bewährung ausgesetzt. Der Angreifer von der AS Monaco war im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina in der 61. Minute nach einem Zusammenprall mit Tarik Muharemovic vom Platz gestellt worden.
VAR-Entscheidung führte zu Platzverweis
Balogun trat seinem Gegenspieler aus Versehen auf den Knöchel und wurde nach VAR-Eingriff des Feldes verwiesen. Eigentlich hätte der 25-Jährige damit automatisch das Achtelfinale gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr) verpasst. Grundlage ist Artikel 10.5 der Fifa-Turnierregeln: „Wird ein Spieler oder ein Offizieller einer Mannschaft aufgrund einer direkten oder indirekten Roten Karte (zweite Verwarnung) des Feldes verwiesen, ist er automatisch für das nächste Spiel seiner Mannschaft gesperrt.“ Zusätzlich können weitere Sanktionen verhängt werden.
Fifa setzt Sperre auf Bewährung aus
Doch die Fifa griff überraschend ein. Am Sonntagabend teilte der Weltverband mit: „Gemäß Artikel 27 des Fifa Disciplinary Code (FDC) wird die Umsetzung der automatischen Spielsperre für den US-amerikanischen Spieler Folarin Balogun für eine Bewährung von einem Jahr ausgesetzt.“ Eine Begründung für die außergewöhnliche Entscheidung lieferte die Fifa nicht.
Trump lobt Fifa-Entscheidung
Sogar US-Präsident Donald Trump (80) meldete sich zu dem Vorfall. Auf seinem Netzwerk Truth Social schrieb er: „Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist, und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt.“
Balogun ist bester US-Torschütze
Für die USA ist die Entscheidung eine echte Verstärkung: Balogun ist mit drei Treffern der beste Torschütze der Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino bei diesem Turnier. Damit kann der 25-Jährige im Achtelfinale gegen Belgien doch auf Torejagd gehen.



