Alex aus München hat ein klares Ziel: Er will Millionär werden. Dafür spart der junge Mann jeden Monat 2000 Euro – und lebt von nur 1400 Euro. Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe erklärt er, wie ihm das gelingt, worauf er verzichtet und was er im Nachhinein bereut.
Die Strategie: 2000 Euro Sparrate pro Monat
Alex legt monatlich 2000 Euro zurück, um sein Vermögen aufzubauen. Seine Lebenshaltungskosten belaufen sich auf lediglich 1400 Euro. Das bedeutet, dass er auf viele Annehmlichkeiten des Alltags verzichtet. „Ich habe mir ein striktes Budget gesetzt und halte mich konsequent daran“, sagt Alex. „Jeder Euro, den ich nicht ausgebe, ist ein Euro, der für mich arbeitet.“
Ein Großteil seines Einkommens fließt in ETFs und Aktien. Alex setzt auf einen langfristigen Anlagehorizont und regelmäßiges Investieren. „Der Zinseszinseffekt ist mein bester Freund“, erklärt er. „Je früher ich anfange, desto mehr profitiere ich später.“
Verzicht als Lebensstil
Um sein Sparziel zu erreichen, hat Alex seinen Lebensstil radikal umgestellt. Er wohnt in einer günstigen WG, kocht fast ausschließlich selbst und nutzt öffentliche Verkehrsmittel statt Auto. „Ich gehe nicht in Restaurants, kaufe keine Markenkleidung und reise nur selten“, zählt er auf. „Das klingt hart, aber es ist eine bewusste Entscheidung.“
Besonders schwer fällt ihm der Verzicht auf Urlaube. „Ich würde gerne mehr reisen, aber das passt nicht ins Budget“, gesteht er. „Manchmal fühle ich mich wie ein Einsiedler, aber ich halte durch.“
Bereuen und lernen
Rückblickend bereut Alex vor allem eine Sache: zu spät mit dem Sparen begonnen zu haben. „Hätte ich schon mit 20 angefangen, wäre ich jetzt vielleicht schon auf der Hälfte des Weges“, sagt er. „Aber besser spät als nie.“
Er rät anderen, frühzeitig mit dem Sparen zu beginnen und sich realistische Ziele zu setzen. „Man muss nicht gleich 2000 Euro im Monat sparen können. Jeder Euro zählt. Wichtig ist, dass man konsequent bleibt und nicht aufgibt.“
Frugalismus als Trend
Der sogenannte Frugalismus – ein Leben in extremer Sparsamkeit – gewinnt vor allem bei jungen Menschen an Beliebtheit. Ziel ist es, durch hohe Sparquoten und clevere Investments finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, oft lange vor dem Rentenalter. Kritiker bemängeln jedoch die soziale Isolation und den Verzicht auf Lebensqualität.
Alex sieht das anders: „Ich opfere heute Genuss, um morgen Freiheit zu haben. Das ist für mich die richtige Entscheidung.“ Ob er tatsächlich Millionär wird, bleibt abzuwarten. Sein Plan: In 20 Jahren soll es so weit sein.



