Mainz 05 hat die Saisonvorbereitung unter Neu-Trainer Urs Fischer mit einer ungewöhnlich intensiven Einheit begonnen. Rund 200 Zuschauer am Bruchweg staunten, als die Mannschaft am Mittwochmorgen ganze zwei Stunden bei fast 30 Grad Hitze trainierte – ein Novum für den Verein, der sonst eher lockere Auftakt-Einheiten gewohnt war.
Fischer setzt auf harte Arbeit
Der Schweizer Coach, der seine erste komplette Saison bei den Rheinhessen bestreitet, ließ seine Stars von Beginn an schwitzen. „Das sind wir doch aus der letzten Saison schon gewohnt“, sagte Stürmer Phillip Tietz (28) nach dem Training und bezeichnete die Einheit als „normale Urs-Fischer-Einheit“. Fischer selbst widersprach jedoch: „Na ja, ganz normal nicht. 75 bis 80 Minuten sind normal. Und von der reinen Spielzeit waren das heute ja auch keine 2 Stunden. Aber beim ersten Mal musst du den Spielern viel erklären, da brauchst du einfach mehr Zeit als sonst.“
Viele neue Gesichter im Kader
Die lange Einheit war auch der Tatsache geschuldet, dass viele Spieler noch nie unter Fischer trainiert haben. Neben den fünf Neuzugängen Ruoppi, Martel, Königsdörffer, Gruber und Haidara sowie Talenten aus der U23 und U19 sind auch die zuletzt ausgeliehenen Ben Bobzien (23, Dresden), Marco Richter (28, Darmstadt) und Hyun-seok Hong (27, Gent) zurückgekehrt. Der Kader umfasst aktuell 25 Feldspieler und drei Torhüter – plus sechs WM-Teilnehmer, die später zur Mannschaft stoßen. Insgesamt sind das 34 Spieler, was Fischer als zu viele ansieht, da weitere Verstärkungen erwartet werden.
Wackelkandidaten und Abgänge
Fischer ist sich bewusst, dass einige Spieler um ihre Zukunft bangen müssen, darunter die Rückkehrer aus Leihen sowie möglicherweise Stürmer Weiper oder Ersatztorwart Rieß. „Wir versuchen, ihnen bestmögliche Bedingungen zu geben, sie zu integrieren“, erklärte der Coach. „Trotzdem wissen wir, dass es vielleicht zu Ende geht – und das Gleiche gilt eigentlich auch für die Spieler.“
Keine Probleme erwartet
Auf die Frage, was er von seinen Spielern erwarte, antwortete Fischer: „Dass sich der Spieler entsprechend verhält, wie wir ihn behandeln. Aber ich bin da eigentlich immer gut gefahren, hatte da eigentlich nie Probleme. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass hier in Mainz ein Problem entsteht, so wie ich die Jungs kennengelernt habe. Also da habe ich überhaupt keine Bedenken, wirklich nicht.“



