Der Traum vom Triple ist für den FC Bayern München geplatzt. Beim 1:1 im Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain kam das Ausgleichstor von Harry Kane zu spät. Die internationale Presse feiert den Titelverteidiger aus Frankreich mit Trainer Luis Enrique, während Schiedsrichter João Pinheiro in die Kritik gerät.
Die französische Zeitung „L'Equipe“ schreibt: „Auf nach Budapest! Die Geschichte des französischen Fußballs wird oft in München geschrieben, und der Rasen der Allianz-Arena ist für PSG nach wie vor eine Quelle großer Freude.“ Seit dem 5:0-Sieg gegen Inter Mailand sei der Pariser Club eng mit dem Münchner Stadion verbunden. Am Mittwochabend wiederholte er diesen Erfolg im Halbfinal-Rückspiel.
Die spanische „Mundo Deportivo“ hebt das Duell spanischer Trainer im Finale hervor: „Luis Enriques PSG trifft am 30. Mai im Champions-League-Finale auf Mikel Artetas Arsenal. In der Arena in Budapest kommt es zu einem Duell spanischer Trainer.“ Die „AS“ betont: „PSG ist die Bestia Negra! Ganz in Schwarz. Als hätte PSG betonen wollen, dass nicht der FC Bayern München die Bestia Negra ist, sondern sie selbst.“
Der britische „Guardian“ lobt die konzentrierte Leistung von PSG: „Paris Saint-Germain trifft im Champions-League-Finale auf Arsenal und hat sich diesen Platz durch eine konzentrierte und souveräne Leistung verdient. Die Bayern wirkten nicht in Bestform.“ Die „Daily Mail“ ergänzt: „Es war eine Darbietung von Reife, eine Leistung eines europäischen Champions – des Titelträgers der vergangenen Saison und höchstwahrscheinlich auch der aktuellen.“
Die italienische „La Repubblica“ analysiert den defensiven Ansatz von PSG: „Paris erreicht erneut das Finale – diesmal jedoch mit einem gänzlich anderen Ansatz: Sie erzielten lediglich ein einziges Tor (Dembélé) und kassierten nur einen Gegentreffer (Kane) – und das ausgerechnet in der 94. Minute – gegen eine Bayern-Mannschaft, die in dieser Saison bereits 175 Tore erzielt hat.“ Luis Enrique habe bewiesen, dass die Annahme, ihm sei die Defensivarbeit gleichgültig, falsch sei.



