Die Statistik-Experten der Freien Universität Berlin haben ihre WM-Prognose vor dem Finale aktualisiert. Argentinien ist nicht mehr der klare Favorit. Die Simulation des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften zeigt einen neuen Spitzenreiter.
Von der Krake Paul zum Schaf Tina
Die Krake Paul war legendär. Bei der WM 2010 sagte das Tierorakel aus Oberhausen alle sieben Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Finale zwischen Spanien und den Niederlanden richtig voraus. Bei der EM 2008 und der WM 2010 lag der Tintenfisch in 12 von 14 Spielen richtig, eine statistisch gesehen äußerst unwahrscheinliche Trefferquote.
Für die Freie Universität Berlin ging bei dieser WM nun Schaf Tina an den Start: Das Tierorakel des Fachbereichs Veterinärmedizin tippte beim Auftaktspiel der Nationalmannschaft gegen Curaçao am Futtertrog auf ein „Unentschieden“ – und lag damit daneben. Gegen die Elfenbeinküste tippte Tina erneut falsch. Dann war die Orakel-Karriere früh beendet: noch vor dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft, dem Vernehmen nach aus Kapazitätsgründen.
Statistische Modelle statt Tierorakel
Doch die FU verlässt sich nicht nur auf Schafe. Ein Statistik-Team des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften hat Modelle entwickelt, mit denen der Verlauf des Turniers simuliert werden kann. Eines der Modelle hat die Angriffs- und Abwehrstärke aller 48 Teams seit 2012 unter Berücksichtigung des Heimvorteils geschätzt. Die Simulation wurde vor dem Finale aktualisiert und zeigt nun einen neuen Favoriten.



