Berlin. Versteckte Kosten beim Mietwagen können den Preis schnell in die Höhe treiben. Vor allem Tankregeln führen oft zu teuren Überraschungen. Bis zu 5 Euro pro Liter Sprit verlangen manche Autovermietungen, wenn Kunden die falsche Tankoption wählen. Das betrifft sowohl Inlands- als auch Auslandsmieten.
Die teuerste Tankfalle: Volltank abgeben
Viele Autovermieter bieten verschiedene Tankregeln an. Die häufigste und riskanteste ist die Option „Volltank abgeben“. Der Kunde zahlt vorab eine Tankfüllung zum oft überhöhten Preis des Vermieters – manchmal bis zu 5 Euro pro Liter. Gibt der Kunde das Auto dann nicht vollgetankt zurück, verfällt der Restbetrag. Laut ADAC können so schnell 50 bis 100 Euro Mehrkosten entstehen.
Alternative: „Volltank übernehmen“
Deutlich günstiger ist die Regel „Volltank übernehmen“. Hier zahlt der Kunde nur den tatsächlich verbrauchten Sprit, jedoch ebenfalls zu den oft teuren Vermieterpreisen. Auch hier können die Kosten pro Liter deutlich über dem Marktpreis liegen. Die beste Wahl ist laut Verbraucherschützern die Option „Selbst tanken“: Der Kunde holt das Auto vollgetankt ab und gibt es wieder vollgetankt zurück. So zahlt er nur den günstigen Tankstellenpreis.
Weitere Kostenfallen im Ausland
Im Ausland lauern zusätzliche Fallen. Viele Vermieter verlangen eine Kaution, die oft erst nach Wochen zurückerstattet wird. Auch Zusatzversicherungen werden häufig aufgedrängt – obwohl der Kunde bereits über die Kreditkarte oder eine Reiseversicherung geschützt ist. „Prüfen Sie vorab, ob Ihre bestehenden Versicherungen den Mietwagen abdecken“, rät der ADAC. Sonst zahlen Sie doppelt.
Tipps zur Vermeidung
Um teure Überraschungen zu vermeiden, sollten Kunden vor der Buchung die Tankregeln genau lesen und immer die Option „Selbst tanken“ wählen. Auch ein Blick auf die Kautionsbedingungen und Versicherungsleistungen ist ratsam. Bei Abholung empfiehlt es sich, das Auto auf Schäden zu fotografieren und den Tankstand zu dokumentieren. So vermeiden Sie unnötige Nachzahlungen.



