Trainer Okan Buruk vom türkischen Fußball-Rekordmeister Galatasaray hat Leroy Sané gegen die seiner Meinung nach ungerechte Kritik am Nationalspieler in Deutschland in Schutz genommen. „Leroy ist einer der letzten, den man als Sündenbock auswählen kann“, sagte Buruk bei Sky über das neuerliche deutsche WM-Desaster und betonte: „Er hat in jedem Spiel versucht, alles zu geben und sehr viel dafür getan.“
„Es ist fast schon Mode geworden, Sané zu kritisieren“
Es sei „leider aber fast schon zur Mode geworden“, Sané zu kritisieren, ergänzte Buruk: „Ich finde es ehrlich gesagt aber fast schon ein bisschen lustig, dass man Leroy Sané jetzt zum Sündenbock macht. Er hat keine schlechte WM gespielt.“ Der 30-jährige Sané gilt als eines der möglichen „Opfer“ beim Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Coach Buruk aber traut seinem Schützling weiterhin viel zu. „Ich muss auch besonders erwähnen, dass Leroy sehr, sehr positiv aus dem Urlaub zurückgekommen ist. Er fühlt sich im Kreis der Mannschaft sehr wohl. Wir bauen ihn jetzt körperlich wieder auf und freuen uns, dann in der neuen Saison wieder mit ihm arbeiten zu können.“
Sanés WM-Statistik: Startelf in allen vier Spielen
Sané stand bei der Weltmeisterschaft in den USA in allen vier Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft in der Startelf. Beim 1:2 im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador erzielte er seinen ersten WM-Treffer. Insgesamt kommt der 80-malige Nationalspieler auf 18 Tore im DFB-Dress. Dennoch blieben viele deutsche Spieler unter ihrem Topniveau, besonders Sané stand im Fokus der Kritik.
Erfolge in München und Istanbul
Sané war im Sommer 2025 ablösefrei vom FC Bayern zu Galatasaray gewechselt. Für die Münchner spielte er zuvor fünf Jahre lang, erzielte in 153 Bundesligaspielen 40 Tore und gewann viermal die deutsche Meisterschaft sowie die Klub-Weltmeisterschaft und den UEFA Supercup. In seiner ersten Saison am Bosporus hatte er in 43 Pflichtspielen sieben Tore erzielt und neun vorbereitet und wurde mit dem Hauptstadtklub auf Anhieb türkischer Meister. Sein Vertrag bei Galatasaray läuft noch bis 2028.
Buruk baut auf Sané für die neue Saison
Trotz der harschen Kritik in Deutschland zeigt sich Buruk optimistisch für die Zukunft. „Leroy ist einer der letzten, den man als Sündenbock auswählen kann“, wiederholte er. Der Coach setzt darauf, dass Sané sich unter seiner Führung weiterentwickelt und in der kommenden Saison wieder wichtige Akzente setzen wird. Die Vorbereitung läuft bereits, und Sané sei „sehr positiv“ zurückgekommen. Buruk: „Wir bauen ihn jetzt körperlich wieder auf und freuen uns, dann in der neuen Saison wieder mit ihm arbeiten zu können.“



