Zento Uno (22) und Daiki Hashioka (27) sind die neuen Japaner bei Borussia Mönchengladbach. Beide sind überzeugt, in der Bundesliga zu bestehen – und verweisen auf ihre deutsche Mentalität. „Wir haben in Japan schon als Kinder gelernt, dass man immer alles für das Team geben muss, sehr viel läuft und bis zur letzten Sekunde kämpft“, sagt Hashioka. „Japaner und Deutsche haben oft sehr ähnliche Persönlichkeiten, wir sind auch sehr diszipliniert. Das hilft natürlich bei der Eingewöhnung, wir können uns hier gut adaptieren.“
Gladbachs Japan-Tradition
Borussia Mönchengladbach hat eine lange Tradition mit japanischen Spielern. Den Anfang machte Yuki Otsu in der Saison 2011/12. Es folgten Ko Itakura (2022–2025), Shio Fukuda (2024/25), Shuto Machino (seit 2025) und Kota Takai (seit 2026). Sportchef Rouven Schröder (50) hat nun mit Uno und Hashioka zwei weitere Japaner verpflichtet.
Uno kommt von Shimizu S-Pulse aus seiner Heimat. Hashioka wurde von Slavia Prag ausgeliehen, wobei Gladbach eine Kaufoption in Höhe von 2,5 Millionen Euro besitzt. Hashioka kennt die Bundesliga bereits aus seiner Zeit beim belgischen Verein St. Truiden, wo er mit Rocco Reitz (24, jetzt Leipzig) zusammenspielte.
Uno will im Mittelfeld überzeugen
Uno sieht seine Stärken im Pressing und in den Zweikämpfen. „Mir liegt es auch sehr, in jeden Zweikampf voll reinzugehen und Pressing zu spielen. Das ist meine Stärke“, erklärt er. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß – Florian Neuhaus, Philipp Sander, Kevin Stöger und Enzo Leopold sind nur einige Namen. Doch Uno ist bereit: „Ich bin bereit zu zeigen, wie gut ich bin.“
Hashioka ist eigentlich Rechtsverteidiger, kann aber auch in der Innenverteidigung aushelfen. Er wurde geholt, weil sich Yukhim Konoplia (26) einen Innenbandriss im Knie zugezogen hat. Hashioka stellt klar: „Meine beste Position ist die rechte Außenbahn, darum werde ich bei Borussia kämpfen.“
Düsseldorf als Heimat-Anker
Für Uno ist Gladbach die erste Auslandsstation. Er profitiert von der japanischen Community in der Nähe. „Mir hilft neben der japanischen Fraktion bei Borussia natürlich auch die Nähe zur Japan-Hochburg Düsseldorf“, sagt er. „Meine vielen Landsleute, das Sushi-Essen und die Asia-Läden geben mir ein Stück Heimat.“
Hashioka hat bereits in Europa gespielt – bei Prag, St. Truiden, KAA Genk und Luton Town. Er kennt die Anforderungen des europäischen Fußballs und bringt Erfahrung mit. Beide Neuzugänge sollen helfen, die Qualitäten der Borussia in der neuen Saison zu stärken.



