Mit einem furiosen 4:1-Kantersieg gegen den BFC Dynamo startete Rot-Weiß Erfurt am Freitagabend vor 8229 Zuschauern im Steigerwaldstadion in die neue Regionalliga-Saison. Der Star des Abends war Hinata Gonda. Der japanische Stürmer erzielte zwischen der 15. und 37. Minute drei Treffer und legte damit den Grundstein für den Auftakterfolg.
Gonda: Der Unterschiedsspieler
Gonda, der nach 18 Monaten Verletzungspause erst kürzlich sein Comeback feierte, zeigte eine beeindruckende Leistung. „Ich bin einfach nur glücklich, auch wie es jetzt für mich persönlich gelaufen ist“, sagte der 24-Jährige nach dem Spiel. Es war der erste Dreierpack seiner Karriere. „So etwas habe ich noch nie geschafft“, gestand er. Dennoch musste Gonda bereits nach einer Stunde vom Feld, als Trainer Fabian Gerber ihn auswechselte. Der Japaner zeigte sich darüber wenig erfreut: „Ich hätte gern noch mehr geholfen.“
Gerber mahnt zur Vorsicht
Trotz der klaren Führung zur Pause war Trainer Fabian Gerber mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht vollends zufrieden. „Mit der zweiten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein“, kritisierte er. Nach den vier Toren im ersten Durchgang ließ es Erfurt ruhiger angehen, was Gerber missfiel. „Wir werden intern besprechen, warum wir offensiv weniger zielstrebig wurden und defensiv die Konsequenz vermissen ließen“, so der Coach. Vereinsboss Franz Gerber hatte vor der Saison Platz sechs als realistisches Ziel ausgegeben. Gonda hingegen gibt sich ambitionierter: „Der Weg mag steinig sein, aber wir wollen in die 3. Liga.“
Ausblick: Erfurt als Titelanwärter?
Mit dem Auftaktsieg untermauert Rot-Weiß Erfurt seine Ambitionen in der Regionalliga. Die Mannschaft um den zweifachen Torschützen Gonda zeigte vor allem in der ersten Halbzeit, wozu sie in der Lage ist. Sollte die Konstanz über 90 Minuten gelingen, könnte der Aufstieg tatsächlich in Reichweite sein. Die Konkurrenz wurde gewarnt.



