Manuel Gräfe, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und aktueller BILD-WM-Experte, hat sich erneut zum aberkannten Tor von Jonathan Tah gegen Deutschland geäußert. In einer deutlichen Kritik zerlegt Gräfe FIFA-Schiri-Boss Pierluigi Collina, der die Entscheidung des Unparteiischen verteidigt hatte. „Das war niemals ein Foul! Unser Tor hätte zählen müssen“, so Gräfe. Er bezeichnet die Aberkennung als „Skandal“ und fordert dringende Änderungen im Regelwerk.
Gräfe widerspricht Collina deutlich
Nachdem Collina in einer Pressekonferenz betont hatte, dass die Entscheidung des Schiedsrichters korrekt gewesen sei, legt Gräfe nach: „Es ist erschreckend schwach, wie hier argumentiert wird. Die Gesundheit der Spieler steht angeblich im Vordergrund, aber solche Entscheidungen gefährden den Sport.“ Gräfe verweist auf ähnliche Szenen bei der WM, bei denen Tore nach VAR-Eingriffen aberkannt wurden. „Das VAR-Chaos sorgt für Regeländerungen, aber die Basis stimmt nicht.“
Drei Rote Karten: Gräfes Theorie für den Turnierverlauf
Gräfe präsentiert eine kühne Theorie: „Drei Rote Karten hätten das restliche WM-Turnier entscheidend beeinflusst.“ Er bezieht sich auf strittige Szenen, die seiner Meinung nach härter hätten bestraft werden müssen. „Wie man ausscheidet, ist ein Skandal. Die Schiedsrichterleistungen waren teilweise absurd schwach.“ Gräfe kritisiert auch die Schiedsrichterin im Spiel der DFB-Elf: „Sowas Schwaches habe ich noch nie erlebt!“
DFB-Tore aberkannt: Gräfes Urteil zu den strittigen Szenen
Neben dem Tah-Tor wurde auch ein weiteres DFB-Tor aberkannt. Gräfe analysiert beide Szenen: „Zwei Tore wurden uns genommen, die zählen mussten. Das ist eine Fehlentscheidung nach der anderen.“ Er fordert eine Überarbeitung der Foul-Kriterien im Strafraum. „Es geht um die Glaubwürdigkeit des gesamten Wettbewerbs.“
Messi-Tritt als Rache-Aktion? Gräfe sieht System
In einem weiteren Video analysiert Gräfe eine Szene mit Lionel Messi. „Der Messi-Tritt war eine Rache-Aktion, die unbestraft blieb. Das zeigt, dass die Regeln nicht konsequent angewendet werden.“ Er vermutet, dass Collina und die FIFA bewusst eine Linie fahren, die den Spielfluss beeinträchtigt. „Die Gesundheit der WM-Stars wird als Ausrede genutzt, um subjektive Entscheidungen zu rechtfertigen.“
Ende der Schwalbe? VAR-Chaos als Auslöser für Reform
Gräfe begrüßt die angekündigte Regeländerung, die Schwalben härter bestrafen soll. „Das Ende der Schwalbe ist überfällig. Aber der VAR muss endlich einheitlich und transparent arbeiten. Sonst bleibt es beim Chaos.“ Er appelliert an die FIFA, die Schiedsrichter besser zu schulen und klare Richtlinien vorzugeben. „Nur so können wir faire Spiele garantieren.“
Gräfe bleibt bei seiner harten Kritik: „Collina irrt, wenn er glaubt, dass die Entscheidungen richtig waren. Die Fans und Spieler verdienen bessere Leistungen.“ Die Diskussion um das Tah-Tor und die Schiedsrichterleistungen bei der WM wird damit weiter anhalten.



