Grimaldi: Zweite Saison in Nürnberg – Mehr als nur Teamplayer
Grimaldi will in Nürnberg auf dem Platz überzeugen

Adriano Grimaldi (35) geht in seine zweite Saison beim 1. FC Nürnberg. Der Stürmer, der im Sommer 2025 für 500.000 Euro vom SC Paderborn kam, konnte die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllen. In 29 Pflichtspielen erzielte er nur ein Tor und zwei Vorlagen. „Laut meiner Statistik war ich nicht so gut. Es war keine gute Saison von mir“, räumt Grimaldi ehrlich ein.

Rolle in der Kabine als Führungsspieler

Doch abseits des Platzes spielte der erfahrene Angreifer eine wichtige Rolle im Team. Gemeinsam mit Torwart Christian Mathenia (34) achtet Grimaldi auf die Einhaltung von Verhaltensregeln und führt die Mannschaftskasse. Der Familienvater (eine Tochter, zwei Söhne) betont jedoch, dass ihm das allein nicht reicht: „Am wichtigsten ist zu zeigen, dass ich nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz einen Mehrwert habe. Ich bin Vollprofi und hier, um Fußball zu spielen, und nicht, um Händchen zu halten.“

Sportliche Ambitionen für die neue Saison

Grimaldi will in der kommenden Spielzeit vor allem mit Leistung vorangehen. Im letzten Testspiel gegen Palermo (2:2) kam er aufgrund von Wadenproblemen nicht zum Einsatz. Talent Piet Scobel (21) und Neuzugang Sigurd Haugen (29, ablösefrei von 1860 München) sind wohl zunächst vor ihm gesetzt. Mit 1,88 Metern gilt Grimaldi als Plan-B-Stürmer für hohe Flanken – genau das, worauf der Club in der neuen Saison dank der Grundordnung mit zwei Flügelspielern und den neuen Außenstürmern Ghrieb und Moustfa verstärkt setzen will.

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Neue Taktik kommt ihm entgegen

„Natürlich kommt jetzt auch meine Stärke besser zur Geltung, aber auch die von Piet. Egal, ob wir über die Außen oder die Mitte kommen wollen, es ist jeweils nur ein Teil vom ganzen Spiel. Wir sind variabler geworden. Das macht uns unberechenbarer und gefährlicher“, erklärt Grimaldi. Der Routinier, der in seiner gesamten Karriere 102 Profi-Tore erzielte, hofft, dass die angepasste Spielweise ihm mehr Chancen im Strafraum beschert.

Der 1. FC Nürnberg hat sich in der Offensive verstärkt und setzt auf mehr Tempo und Flanken. Grimaldi, der schon beim SC Paderborn seine Stärken im Luftkampf und bei Hereingaben zeigte, sieht darin eine Chance, seine Bilanz aufzubessern. „Ich bin Vollprofi und hier, um Fußball zu spielen“, wiederholt er selbstbewusst. Mit seiner Erfahrung und seinem Einsatz in der Kabine bleibt er dennoch ein wichtiger Bestandteil des Teams – auch wenn er sich vor allem auf dem Platz beweisen will.

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