Mario Götze bereut Messi-Foto nach WM-Finale 2014: Timing war nicht optimal
Götze: Messi-Foto nach WM-Finale war nicht optimal

Zwölf Jahre nach seinem entscheidenden Tor im WM-Finale 2014 gegen Argentinien hat Mario Götze eingeräumt, dass der Zeitpunkt für ein Erinnerungsfoto mit Lionel Messi nicht optimal gewesen sei. Der heute 34-jährige ehemalige Nationalspieler, der damals mit seinem Treffer in der Verlängerung den Traum des Argentiniers vom Weltmeistertitel zerstörte, bat Messi kurz nach dem Spiel in den Katakomben des Maracanã-Stadions um ein gemeinsames Bild. Götze posierte mit der Goldmedaille um den Hals an der Seite seines Idols, das sichtlich enttäuscht war.

Götze: „Hätte ihn nicht fragen sollen“

„Vielleicht war der Zeitpunkt nicht optimal. Ich bin mir da nicht so sicher“, sagte Götze im Gespräch mit „The Athletic“. „Wahrscheinlich hätte ich ihn nicht fragen sollen, aber es war nun mal so. Ich sagte: 'Okay, er ist mein Idol, er ist so gut, er ist der beste Spieler der Welt.' Ich glaube, er hat es gelassen genommen, aber natürlich war er enttäuscht – sie haben das Spiel verloren.“ Das Foto, das den jubelnden Götze neben dem niedergeschlagenen Messi zeigt, ging um die Welt und wurde zum Symbol des deutschen Triumphs und der argentinischen Tragödie.

Messi vor zweitem WM-Titel

Am heutigen Sonntag (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) kann Messi trotz der Enttäuschung von 2014 seinen zweiten WM-Titel gewinnen. Im Finale gegen Spanien hat der 39-Jährige die Chance, sich nach dem Triumph von 2022 erneut zu krönen. Götze, der das Spiel verfolgen wird, zeigt sich beeindruckt von Messis Langlebigkeit: „Es ist Wahnsinn, dass er mit 39 noch so überzeugt. Er ist einzigartig. Wie sich seine Karriere entwickelt hat, wie er all das geschafft hat, seine Leistungen, die Tore, die er geschossen hat.“

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Gefühle vor einem WM-Finale

Götze, der selbst 2014 im Finale traf, kann die Gemütslage der Spieler vor einem solchen Spiel gut nachvollziehen. „Man ist nervös, träumt davon, ein Tor zu schießen, und hat gleichzeitig Angst, den entscheidenden Fehler zu machen“, beschrieb der 34-Jährige die innere Zerrissenheit. „Man ist immer hin- und hergerissen.“ Diese Mischung aus Vorfreude und Anspannung sei typisch für die Tage vor einem Endspiel.

Der goldene Treffer veränderte sein Leben

Götze gab zudem zu, dass sein Siegtor im Maracanã sein Leben „enorm“ verändert habe. „Ich war noch sehr jung, und das hat vieles verändert: die Aufmerksamkeit, die Erwartungen, einfach alles“, sagte er. „Man hat das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, sich zu verbessern, Titel zu gewinnen, sich optimal weiterzuentwickeln.“ Er habe damals gedacht, dass dies der Standard sei. „Aber es war schwierig, in den nächsten zehn Jahren mit diesem Standard mitzuhalten. Ich brauchte Zeit, um zu verstehen, dass es nicht immer so ist.“ Der Druck und die hohen Erwartungen nach dem WM-Triumph hätten ihn lange begleitet.

Quellen: ntv.de, ara/sid

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