Der italienische Fußballverband FIGC hat offiziell bestätigt, dass er Gespräche mit Pep Guardiola über die Nachfolge des entlassenen Nationaltrainers Gennaro Gattuso führt. FIGC-Präsident Giovanni Malagò erklärte, dass man für den Katalanen sogar finanzielle Ausnahmen machen würde, obwohl die wirtschaftliche Lage angespannt sei.
„Es wurden Ausnahmen gemacht, Ausnahmen, die beispielsweise den derzeit so dominanten Namen betreffen könnten: Pep Guardiola. Ausnahmen aus offensichtlichen Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen werde, aber es ist keineswegs sicher, dass dieser Deal zustande kommt“, sagte Malagò bei „Cronache di spogliatoio“.
Dialog mit Guardiola läuft noch
Der Präsident betonte, dass es „richtig und wichtig“ gewesen sei, den Dialog zu eröffnen und ihn am Leben zu erhalten. Die Gespräche laufen demnach noch. „Das zeugt keinesfalls von mangelndem Respekt oder fehlender Rücksichtnahme gegenüber anderen Kandidaten, denn die Gespräche über andere Kandidaten haben bereits begonnen“, so Malagò.
Neben Guardiola sind auch der frühere Weltklasse-Spieler Andrea Pirlo und der Europameister-Coach von 2021 Roberto Mancini im Gespräch. „Wir denken an ein bestimmtes Profil, und diese Namen gehören definitiv dazu“, sagte Malagò und bestätigte damit die Spekulationen um Mancini und Pirlo. Allerdings gibt es noch weitere Anwärter. „Vielleicht wird es eine Überraschung geben. Wartet ein paar Tage und ihr werdet alles wissen“, kündigte der Verbandschef eine zeitnahe Entscheidung an.
Italien verpasste drei WM-Teilnahmen in Folge
Nach der erneuten WM-Qualifikations-Blamage hatte sich der italienische Verband von Gennaro Gattuso getrennt. Unter dem neuen Sportchef Paolo Maldini soll der italienische Fußball wieder neu aufgestellt werden. Italien hat inzwischen drei Weltmeisterschaften in Folge verpasst – ein historischer Tiefpunkt für die vierfachen Weltmeister.
Guardiola, der zuletzt Manchester City trainierte, gilt als einer der erfolgreichsten Trainer der Welt. Seine Verpflichtung wäre ein Prestigecoup für die FIGC, die nach Jahren der sportlichen Krise einen Neuanfang sucht. Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.



