WM 2026: Ägypten legt Beschwerde gegen Schiedsrichter Letexier ein
Ägypten legt Beschwerde gegen Schiedsrichter Letexier ein

Ägypten reicht offizielle Beschwerde gegen Schiedsrichter Letexier ein

Der ägyptische Fußballverband hat nach der 2:3-Niederlage im WM-Achtelfinale gegen Argentinien offiziell Beschwerde gegen den französischen Schiedsrichter François Letexier und sein Team eingelegt. Verbandspräsident Hany Abo Rida kündigte an, den Ausschluss des Schiedsrichtergespanns vom Turnier zu fordern. „Wir haben entscheidende Fehler gemacht gesehen“, sagte Abo Rida nach dem Spiel vor Reportern im Mannschaftshotel. Zuerst hatte die spanische Sportzeitung „AS“ darüber berichtet. Die Ägypter bestehen auf einer Untersuchung der aus ihrer Sicht umstrittenen Entscheidungen, die ihrer Meinung nach ausschlaggebend für das WM-Aus waren.

Nationaltrainer Hossam Hassan erhebt schwere Vorwürfe

Bereits unmittelbar nach dem K.o. in der Nachspielzeit hatte Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan schwere Vorwürfe erhoben. „Wir wurden heute ungerecht behandelt“, sagte der 59-Jährige. Seiner Meinung nach habe „die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt“. Besonders erzürnte Hassan eine Szene kurz vor dem 3:2-Siegtreffer der Argentinier durch Enzo Fernández in der Nachspielzeit (90.+2). Dessen Teamkollege Alexis Mac Allister hatte den Ägypter Hamdi Fathi beim Eindringen in den argentinischen Strafraum am Trikot gezogen. Die Ägypter forderten Elfmeter, Letexier ließ weiterspielen.

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Ittrich, als MagentaTV-Experte tätig, kritisierte die Entscheidung: „Für mich, und da bin ich relativ deutlich, ist das eigentlich ein Strafstoß. Er macht nichts, als das Trikot zu ziehen. Der Impuls ist da, den Spieler dadurch zu hindern, eventuell an den zweiten Ball zu kommen.“ Warum der Videoschiedsrichter nicht eingriff, blieb zunächst unklar.

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Argentinischer Schiedsrichter für Frankreich-Spiel sorgt für Diskussionen

Währenddessen sorgt die Ansetzung des argentinischen Referees Facundo Tello für das WM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko für Diskussionen. Die französische Mannschaft zeigt sich jedoch gelassen. Bayerns Starverteidiger Dayot Upamecano sagte laut „L’Equipe“: „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht. Wir konzentrieren uns auf Marokko und wollen das Spiel gewinnen.“ Ersatztorwart Robin Risser ergänzte: „Wir dürfen nicht paranoid werden. Wenn diese Schiedsrichter dabei sind, dann weil sie dem Niveau des Wettbewerbs gewachsen sind.“

Die Rivalität zwischen Frankreich und Argentinien ist groß: 2022 gewann Argentinien das WM-Finale im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner im Achtelfinale ausgeschaltet. Frankreich kann erst im Finale oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen.

Schweiz besiegt Kolumbien im Elfmeterkrimi – Duell mit Messi wartet

Die Schweiz hat sich nach einem packenden Elfmeterkrimi gegen Kolumbien durchgesetzt und erstmals seit 1954 wieder ein WM-Viertelfinale erreicht. Das 4:3 im Elfmeterschießen (0:0, 0:0) beschert dem Team um Kapitän Granit Xhaka das Duell mit Lionel Messi und Argentinien. Der ehemalige Augsburger Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfmeter. In 120 Minuten war kein Tor gefallen, Kolumbien mit dem unauffälligen Bayern-Star Luis Diaz muss den erstmaligen WM-Triumph früh abhaken.

Klopp möchte mit Völler zusammenarbeiten

Der designierte neue Bundestrainer Jürgen Klopp hat sich für eine Zusammenarbeit mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler ausgesprochen. „Wenn es so kommen sollte, wäre es ja total hilfreich, jemanden dazuhaben, der die Abläufe kennt. Rudi mit seiner Fußball-Erfahrung, aber vor allem auch mit seiner langjährigen Arbeit im Verband“, sagte Klopp bei Magenta TV. Auch DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke kann sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen: „Ich würde gerne mit Rudi weitermachen. Ich glaube, dass er und Jürgen wunderbar zusammenarbeiten würden.“

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Messi mit Negativ-Rekord: Zwei vergebene Elfmeter bei einer WM

Lionel Messi hat bei dieser WM einen Negativ-Rekord aufgestellt: Er verschoss im Achtelfinale gegen Ägypten den zweiten Elfmeter im Turnierverlauf – so etwas war noch keinem Spieler in der WM-Geschichte unterlaufen (Elfmeterschießen nicht eingerechnet). In der 21. Minute scheiterte Messi an Torwart Mostafa Shoubir. Insgesamt hat der 39-Jährige bei seinen sechs WM-Teilnahmen bereits vier von acht Elfmetern verschossen – eine Quote von nur 50 Prozent. Dennoch gewann Argentinien durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2.

Blatter kritisiert Infantino im Fall Balogun

Der frühere Fifa-Präsident Joseph Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino im Umgang mit der Sperre des US-Spielers Folarin Balogun scharf kritisiert. „Der heutige Fifa-Präsident hat sich Donald Trump unterworfen. Das darf nicht passieren“, sagte Blatter dem Schweizer Newsportal „nau.ch“. Die Intervention von Trump sei inakzeptabel. DFB-Sportdirektor Rudi Völler ergänzte: „Selbst wenn es nicht den Anruf bei Infantino gegeben hätte, wäre das Ganze furchtbar für den Fußball. Das hat definitiv dem Fußball geschadet.“

Belgien feiert Sieg über USA mit Spitze gegen Trump

Nach dem 4:1-Achtelfinalsieg gegen die USA postete der belgische Verband bei X ein Bild von Torschütze Romelu Lukaku mit einer Hand am Ohr und dem Kommentar „Macht das mal rückgängig“ – eine Anspielung auf Trumps Intervention. Lukaku und Co. hatten bereits beim Torjubel einen Tanz aufgeführt, der an den berühmten „Trump-Dance“ erinnerte.