Handelfmeter sorgt für Tumulte: Schiedsrichter braucht Polizeischutz
Handelfmeter sorgt für Tumulte: Schiri unter Polizeischutz

Ein umstrittener Handelfmeter in der Qualifikation zur Conference League hat zu massiven Tumulten geführt. Schiedsrichter Jérémy Müller aus Luxemburg musste nach dem Schlusspfiff unter Polizeischutz vom Platz eskortiert werden. Das Rückspiel der ersten Runde zwischen den Hamrun Spartans (Malta) und NSI Runavik (Färöer) endete mit einem 2:1-Sieg der Gäste, die sich damit für die nächste Runde qualifizierten.

Der strittige Elfmeter in der Nachspielzeit

In der Nachspielzeit stand es 1:1, als Hamruns Kapitän Emerson den Ball zum Abstoß bereitlegte. Schiedsrichter Müller zeigte jedoch auf den Elfmeterpunkt, da das Spiel nach seiner Ansicht noch nicht unterbrochen war. Die Gastgeber waren der Meinung, der Ball sei zuvor im Toraus gewesen. Petur Knudsen verwandelte den Strafstoß in der 94. Minute zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste, die nach dem 1:1 im Hinspiel in die zweite Runde einzogen. Emerson ließ sich nach dem Elfmeter unter Tränen auswechseln.

Tumulte nach dem Schlusspfiff

Nach dem Spiel bestürmten Spieler und Offizielle der Spartans das Schiedsrichtergespann. Die offizielle UEFA-Statistik weist drei Rote Karten aus. Die Schiedsrichter mussten unter Polizeischutz vom Platz eskortiert werden. Nach Angaben von NSI Runavik mussten Spieler, Betreuer und Fans nach dem Spiel im Stadion ausharren, da heimische Anhänger den Mannschaftsbus umstellten. Zusätzliche Polizeikräfte wurden angefordert, bevor die Reisegruppe nach geraumer Zeit in den Bus steigen und zum Hotel fahren konnte.

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TV-Bilder legen Fehlentscheidung nahe

Fernsehbilder scheinen die Sicht der Malteser zu bestätigen, dass der Ball vor dem Elfmeterpfiff im Toraus gewesen war, ehe Runaviks Tobias Hestad ihn zurück ins Feld beförderte. „Das ist inakzeptabel“, schimpfte Spartans-Clubchef Marcel Bonnici bei MaltaSport. „Auf diesem Niveau erwartet man eine gute Schiedsrichterleistung.“ Es sei „unglaublich“ gewesen, dass der Linienrichter seine Fahne nicht gehoben habe.

Hinspiel ebenfalls von Problemen geprägt

Schon das Hinspiel verlief aus Sicht der Spartans unglücklich. Die Anreise auf die Färöer-Inseln hatte sich wegen Nebels verzögert, sodass eine zusätzliche Übernachtung in Oslo notwendig wurde. Runavik darf sich nun auf ein Duell mit dem slowenischen Verein FC Koper freuen.

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