Kai Havertz hat sich nach dem überraschenden WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay mit deutlichen Worten für seine eigene Leistung entschuldigt. Der Offensivspieler, der in der entscheidenden Partie nicht überzeugen konnte, sagte gegenüber MagentaTV: „Zweimal reingeschissen – das geht auf meine Kappe. Ich habe das Team im Stich gelassen.“
Frühes Aus in der Gruppenphase
Die deutsche Mannschaft war als einer der Favoriten ins Turnier gestartet, musste sich aber nach einer schwachen Vorstellung bereits in der Gruppenphase verabschieden. Paraguay nutzte die Fehler der deutschen Abwehr eiskalt aus und gewann mit 2:1. Havertz, der in der Offensive kaum Akzente setzen konnte, wurde in der 65. Minute ausgewechselt.
„Wir haben uns viel vorgenommen, aber am Ende hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Ich persönlich habe meine Chancen nicht genutzt, das ist extrem bitter“, so Havertz weiter. Der 27-Jährige traf im Turnier lediglich einmal und vergab gegen Paraguay eine große Möglichkeit zum Ausgleich.
Kritik von Fans und Experten
Nach dem Ausscheiden hagelte es Kritik von allen Seiten. Experte Mats Hummels bezeichnete die Leistung der Mannschaft als „nicht WM-würdig“. Auch der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus äußerte sich enttäuscht: „Von Havertz erwarte ich mehr, er ist ein Führungsspieler, der Verantwortung übernehmen muss.“
In den sozialen Medien wurde Havertz heftig attackiert. Einige Fans forderten gar seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Der Spieler selbst zeigte sich einsichtig: „Die Kritik ist berechtigt. Ich muss mir an die eigene Nase fassen und daraus lernen.“
Zukunft der Nationalmannschaft ungewiss
Das WM-Aus wirft auch Fragen zur Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf. Nach dem Spiel gab es Diskussionen über seine Taktik und Aufstellung. Nagelsmann selbst zeigte sich kämpferisch: „Wir werden die Analyse in Ruhe machen und dann weitermachen. Die Mannschaft hat Potenzial, das hat sie in der Vergangenheit gezeigt.“
Für Havertz geht es nun darum, aus der Enttäuschung Kraft zu schöpfen. „Ich werde mich in der nächsten Saison bei meinem Verein voll reinhängen, um mich für die nächsten Länderspiele zu empfehlen. Deutschland hat eine große Fußballtradition, und ich will Teil einer erfolgreichen Zukunft sein.“



