Hinterhältige Attacke nach Elfmeterschießen: Vater umarmt Sohn, dann eskaliert die Gewalt
Hinterhältige Attacke nach Elfmeterschießen in Argentinien

In Argentinien ist es nach einem Elfmeterschießen zu erschreckenden Gewaltszenen gekommen. Ein Vater, der seinen Sohn umarmte, wurde von einem gegnerischen Spieler hinterhältig attackiert. Der Vorfall, der von mehreren Zuschauern gefilmt wurde, ereignete sich am vergangenen Wochenende in der Stadt Rosario. Laut Polizeiangaben wurden drei Personen leicht verletzt, zwei Verdächtige festgenommen.

Der Moment der Eskalation

Die Aufnahmen zeigen, wie ein Spieler der Heimmannschaft nach dem Sieg im Elfmeterschießen zu seinem kleinen Sohn lief und ihn stolz umarmte. In diesem Moment näherte sich ein gegnerischer Akteur von hinten und versetzte dem Vater einen Schlag gegen den Kopf. Der Vater stürzte zu Boden, während der Angreifer von Teamkollegen weggezogen wurde. „Es war ein hinterhältiger Angriff ohne jede Vorwarnung“, sagte ein Augenzeuge der Lokalzeitung „La Capital“. „Alle waren geschockt.“

Hintergründe der Gewalt

Das Spiel war ein Lokalderby zwischen CA Rosario Central und Newell's Old Boys gewesen, das nach einem 2:2 nach Verlängerung im Elfmeterschießen entschieden wurde. Bereits während der Partie hatte es Spannungen gegeben. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation am Spielfeldrand. „Fußball sollte Freude bereiten, nicht zu solcher Gewalt führen“, kommentierte der argentinische Fußballverband (AFA) in einer ersten Stellungnahme. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und Landfriedensbruchs. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rosario wurden die beiden festgenommenen Männer dem Haftrichter vorgeführt. Einer von ihnen ist der Angreifer selbst, der andere soll ihn angestachelt haben.

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Reaktionen und Folgen

Der Vorfall löste in den sozialen Medien Empörung aus. Vereinspräsident von Rosario Central, Gonzalo Belloso, verurteilte die Attacke scharf: „Wir dulden keine Gewalt – weder auf noch neben dem Platz. Wir werden den Täter lebenslang sperren lassen.“ Auch die Spieler der gegnerischen Mannschaft distanzierten sich. Die Liga kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen bei Derbys zu verschärfen. „Solche Szenen dürfen sich nicht wiederholen“, sagte ein Sprecher der Liga. Der verletzte Vater befindet sich laut Krankenhausangaben außer Lebensgefahr, erleidet aber noch Kopfschmerzen. Die Staatsanwaltschaft prüft eine Anklage wegen versuchter Tötung.

Zahlen und Hintergründe

Laut einer Statistik der argentinischen Fußballliga kam es in der Saison 2025/26 bereits zu 27 gewalttätigen Vorfällen in und um Stadien – ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Behörden stehen unter Druck, härter durchzugreifen. In Rosario wurde bereits eine Sonderkommission eingerichtet. Der Fall zeigt, wie schnell aus sportlichem Jubel gefährliche Aggression werden kann. „Es ist eine Schande, dass ein Vater seinen Sohn nicht einmal sicher im Arm halten kann“, sagte ein Sprecher der Opferschutzorganisation „Jugend ohne Gewalt“.

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