Hummels fordert Konsequenzen nach WM-Aus – Klopp stimmt zu
Hummels fordert Konsequenzen nach WM-Aus

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erlebt nach dem Elfmeter-Drama im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5) das nächste frühe Turnier-Aus. Weltmeister Mats Hummels (37) hat bei MagentaTV deutliche Worte gefunden und fordert personelle Konsequenzen – nicht nur auf Spielerseite.

Hummels kritisiert Verantwortliche scharf

„Auf der verantwortlichen Seite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen. Das kann ich nicht anders sagen“, erklärte Hummels bei MagentaTV. Er bezog sich auf die jüngsten Turniere: die Heim-EM 2024, die Heim-Nations-League und die WM 2026. „Die Heim-EM wird mir im Nachhinein sportlich, von den Leistungen her immer noch zu gut geredet“, so der 37-Jährige. Bei der EM 2024 war Deutschland im Viertelfinale am späteren Europameister Spanien gescheitert (1:2 n.V.), begleitet von einem umstrittenen Elfmeterpfiff nach einem Handspiel von Cucurella.

Hummels: „Fußball ist Leistungssport“

Für Hummels waren auch die anschließenden Auftritte der DFB-Elf enttäuschend. „Die beiden anderen Turniere waren jeweils enttäuschend. Deswegen muss das ein Thema sein. Sowohl vom Bundestrainer selbst aus, als auch vom Verband. Zumindest muss es Gespräche darüber geben, das kann nicht anders sein. Dafür ist Fußball zu sehr Leistungssport“, betonte er.

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Der ehemalige Weltklasse-Innenverteidiger glaubt, dass einige DFB-Stars nach diesem erneuten Rückschlag ihre Nationalmannschafts-Karriere beenden werden. „Auf Spielerseite kann ich mir schon vorstellen, dass einige von sich aus zurücktreten werden. Und dann muss man vielleicht auch an Entscheidungen ran, die Spieler betreffen, die jetzt vielleicht erst Anfang 30 sind, aber schon bei vier, fünf, sechs Turnieren die Chance verpasst haben, für Deutschland ein gutes Turnier zu spielen oder gute Ergebnisse zu erzielen“, erklärte Hummels.

Kein Zufall: Schwache Turniere seit 2016

Hummels sieht ein Muster: „Weil es für mich kein Zufall ist, dass eben seit der EM 2016 kein einziges starkes Turnier mehr von Deutschland dabei ist.“ Die Verantwortung liege in erster Linie bei den Spielern. „Das fängt in erster Linie mit den Spielern an, weil wir hatten verschiedene Trainer dazwischen. Und da erwarte ich auch von einigen, dass sie selber sagen, ich mache nicht mehr weiter. Aber ich erwarte auch, dass der aktuelle oder dann eventuell neue Bundestrainer auch ein paar harte Entscheidungen trifft“, so Hummels.

Klopp pflichtet Hummels bei

MagentaTV-Experte Jürgen Klopp (59) stimmte seinem ehemaligen BVB-Schützling zu: „Mats hat recht und es klingt brutal. Wir reden über ein Jahrzehnt.“ Damit untermauerte Klopp die Forderung nach einer grundlegenden Analyse und personellen Veränderungen im DFB-Team.

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