Iran weist internationale Minenräumung in der Straße von Hormus zurück
Iran lehnt Minenräumung durch Internationale Gemeinschaft ab

Der Iran hat eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der strategisch wichtigen Straße von Hormus entschieden zurückgewiesen. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.

Laut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der Meerenge durch zusätzliche „Provokationen“ weiter zu belasten. Macron hatte beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris erklärt: „Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.“

15-jähriger Palästinenser bei Razzia getötet

Israelische Sicherheitskräfte sind zu Razzien im besetzten Westjordanland ausgerückt. Das Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde teilte mit, in der Nähe von Ramallah sei ein 15-jähriger Palästinenser aus Jerusalem durch einen Kopfschuss getötet worden. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen in ein Krankenhaus, wie die Hilfsorganisation Roter Halbmond mitteilte. In der Nähe von Hebron seien zwei weitere Menschen bei einer Razzia durch Schüsse israelischer Sicherheitskräfte verletzt worden. Das israelische Militär gab zunächst keine Stellungnahme ab.

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Iran: Keine Gespräche mit USA in kommenden Tagen

Der Iran plant nach Angaben des Außenministeriums in Teheran in den kommenden Tagen keine Gespräche mit den USA. Zwar reise in dieser Woche eine iranische Delegation nach Katar, dies habe jedoch mit dem Besuch von US-Vertretern in dem Land nichts zu tun, teilt ein Ministeriumssprecher mit. Priorität habe für die Regierung in Teheran die Umsetzung einer Absichtserklärung. Das sei Voraussetzung für Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen.

Oman und der Iran prüfen nach Angaben des omanischen Außenministers Badr al-Busaidi die Erhebung von Gebühren für Dienstleistungen in der Straße von Hormus. Dabei gehe es nicht um Durchfahrtsgebühren für Schiffe, sagte al-Busaidi dem Sender Radio Monte Carlo. Mögliche Dienstleistungen könnten Maßnahmen zur Sicherheit auf See, Umweltschutz, Navigationshilfe und Vorkehrungen für Zwischenfälle umfassen. Durchfahrtsgebühren lehne sein Land ab: „Das ist international verboten.“

Gespräche zur Umsetzung des libanesisch-israelischen Abkommens

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut getroffen. Dabei ging es um die Umsetzung des am Freitag in Washington vereinbarten Rahmenabkommens mit Israel. Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung jedoch ab.

US-Präsident Donald Trump kündigte ein Treffen mit dem Iran in Doha an. „Der Iran hat um ein Treffen gebeten“, schrieb er auf Truth Social. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner sollen daran teilnehmen. Zuvor hatte der Iran Berichte über einen möglichen Verhandlungstermin zurückgewiesen.

Palästinenser melden Tote bei Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind mindestens drei Palästinenser getötet worden, darunter ein achtjähriges Kind, teilte das Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus mit. Der Angriff traf in Deir al-Balah ein Zelt für Vertriebene. Das israelische Militär erklärte, Ziel sei ein Mitglied des Islamischen Dschihad gewesen, das am Terror-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt war.

Der Iran hat Berichte über ein baldiges Treffen von Arbeitsgruppen zur Umsetzung der Absichtserklärung mit den USA zurückgewiesen. Vizeaußenminister Gharibabadi sagte, in dieser Woche seien keine Treffen dieser Art geplant. Zuvor hatte Reuters gemeldet, dass die technischen Teams in Doha zusammenkommen sollten.

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Insider: Vermittler richten Kommunikationskanäle ein

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben Vermittler Insidern zufolge Kommunikationskanäle eingerichtet, um eine erneute Eskalation zu verhindern. Vertreter beider Länder wollten in den kommenden Tagen in Doha die Beratungen über die Umsetzung einer Rahmenvereinbarung fortsetzen. Neben Katar vermittelt auch Pakistan in dem Konflikt.

Nach einer Einigung mit den USA zur Aufhebung von Sanktionen im Öl- und Petrochemiesektor werden nach Angaben aus Teheran sechs Milliarden Dollar von insgesamt zwölf Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern aus Katar freigegeben, erklärte Präsident Massud Peseschkian.

Der Iran und der Oman haben erstmals in einem gemeinsamen Ausschuss über die Straße von Hormus beraten. Das Treffen fand in Maskat statt, wie Vizeaußenminister Gharibabadi mitteilte. Dabei tauschten sich Vertreter über Souveränitätsrechte und die künftige Verwaltung der Meerenge aus.

Israels Cyberabwehr verzeichnet massive Zunahme iranischer Attacken

Israels Sicherheitsbehörden haben eine drastische Zunahme iranischer Cyberangriffe verzeichnet. Während der Operation „Rising Lion“ im Juni 2025 gingen etwa 1600 Meldungen über Cybervorfälle ein, sagte Generaldirektor Yossi Karadi der „Welt“. Während der Operation „Roaring Lion“ im Juni 2026 stieg die Zahl auf rund 4800 Meldungen. „Anders als im kinetischen Bereich gibt es im Cyberraum keinen Waffenstillstand“, so Karadi.

Trotz mehrerer Angriffe während der Waffenruhe gehen die USA von weiteren Gesprächen mit dem Iran aus. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte der dpa mit: „Es wurde nichts abgesagt.“ Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen im Plan. Die USA und der Iran einigten sich einem Medienbericht zufolge auf ein Ende der gegenseitigen Angriffe und planen ein Treffen in Doha.

Die israelische Armee hat im Südlibanon einen weitreichenden Tunnel der Hisbollah zerstört. Es handele sich um „Terrorinfrastruktur“ im Gebiet von Madschdal Sun, hieß es in einer Mitteilung. Der Tunnel war mehr als 200 Meter lang und über 25 Meter tief, dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein.

Der Iran hat nach eigenen Angaben wegen der jüngsten Angriffe nicht an geplanten technischen Gesprächen teilgenommen. Ein Mitarbeiter aus dem Büro des geistlichen Oberhaupts sagte im Fernsehen, einer der Gründe sei zu prüfen, ob Zugang zu freigegebenen Geldern bestehe.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf forderte ein rasches Treffen der „Konfliktkontroll-Einheit“ mit den USA und dem Libanon. Im Libanon war der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah am 2. März wieder aufgeflammt.

Trotz der angespannten Sicherheitslage hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zugenommen, teilte das Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) mit. In den vergangenen 72 Stunden sei mehr Verkehr registriert worden. Von den USA unterstützte Durchfahrten seien ohne Unterbrechung fortgesetzt worden.

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA. In einer Erklärung aus Ghom wurden Präsident und Sicherheitsrat aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche zu beenden.

Ein katarischer Staatsbürger starb an Splitterverletzungen infolge von „Militäroperationen in der Region“, teilte das Innenministerium mit. Ein Boot mit dem Mann und einer weiteren Person war vermisst worden und wurde nach einer Suchaktion entdeckt.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi forderte Israel zum Ende der Angriffe im Libanon und zum Rückzug auf. Er äußerte sich während eines Staatsbesuchs im Irak. Das US-iranische Rahmenabkommen sieht ein Ende des Krieges „an allen Fronten“ vor.

Israel hat laut libanesischer Nachrichtenagentur Ziele im Süden des Libanons angegriffen. Kämpfer der Hisbollah hatten zuvor einen israelischen Soldaten getötet. Der Iran beansprucht die alleinige Kontrolle über die Straße von Hormus. Außenminister Araghtschi sagte, die Meerenge werde innerhalb von 30 Tagen wieder vollständig unter iranische Verwaltung gestellt.

Der Golfstaat Bahrain bestätigte Angriffe des Irans mit Drohnen und Raketen. Das Außenministerium sprach von einer „gefährlichen Eskalation“. Die iranischen Revolutionsgarden griffen Ziele in Bahrain und Kuwait an, darunter Infrastruktur des US-Militärs. In Bahrain heulten die Sirenen, ein Wohngebäude wurde beschädigt.

Das israelische Militär tötete Hisbollah-Kämpfer im Süden des Libanon. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa erfolgte zur Abwehr einer Bedrohung. Die Armee zerstörte auch eine Raketenabschussrampe.