Der Landeselternausschuss (LEA) Berlin lädt heute zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Wie viel ist uns Bildung wert?“ ein. Im Fokus stehen die Haushalts- und Schulpolitiker der Hauptstadt, die sich den Fragen der Eltern stellen sollen. Anlass ist die bevorstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin.
Eltern berichten von regelmäßigen Unterrichtsausfällen
Simone Meyenburg, eine Mutter aus Berlin, schildert ihre Erfahrungen: „Ein bis viermal pro Woche werde ich gebeten, mein Kind zu Hause zu lassen, weil Pädagogen oder Unterrichtshilfen fehlen.“ In solchen Fällen müssen sie oder ihr Mann bei ihren Arbeitgebern um Verständnis bitten. Diese Situation sei für viele Familien in Berlin Alltag.
Forderungen an die Politik
Der LEA kritisiert, dass die Bildungspolitik in Berlin chronisch unterfinanziert sei. Neben dem allgemeinen Personalmangel werden auch spezifische Probleme wie fehlender Unterricht für autistische Kinder und der Wegfall von Französisch an Grundschulen thematisiert. Die Elternvertreter fordern eine deutliche Erhöhung der Bildungsausgaben im Landeshaushalt.
„Wir wollen von den Politikerinnen und Politikern wissen, wie sie die Qualität der Bildung sichern wollen“, so ein Sprecher des LEA. Die Veranstaltung soll den direkten Austausch zwischen Eltern und Entscheidungsträgern fördern.



