Fifa-Boss Infantino plant WM-Verkauf an Investoren – Empörung wächst
Infantino plant WM-Verkauf an Investoren – Empörung

Fifa-Präsident Gianni Infantino treibt einen Plan voran, der weltweit für Empörung sorgt. Er will Anteile an den Einnahmen künftiger Fußball-Weltmeisterschaften an private Investoren verkaufen. Dabei steht ein Name besonders im Fokus: Joshua Kushner, Bruder des früheren US-Präsidentenberaters Jared Kushner. Kritiker fragen sich, ob hier persönliche Verbindungen eine Rolle spielen.

Infantinos umstrittener Vorstoß

Laut übereinstimmenden Berichten plant der Fifa-Chef, einen Teil der Rechte an den WM-Erlösen für die Jahre 2026 bis 2034 an ein Konsortium privater Investoren zu veräußern. Im Gegenzug sollen die Investoren eine Beteiligung an den milliardenschweren TV- und Sponsoringeinnahmen erhalten. Infantino argumentiert, dass dies notwendig sei, um die Finanzierung des internationalen Fußballs zu sichern und Entwicklungshilfe für schwächere Verbände zu gewährleisten.

Doch der Widerstand ist massiv. Nationale Fußballverbände, Spielergewerkschaften und Fanorganisationen kritisieren das Vorhaben als Ausverkauf des Fußballs. „Die WM ist kein Spielzeug für Milliardäre“, sagte ein Sprecher der Organisation „Football Supporters Europe“. „Infantino gefährdet die Integrität des wichtigsten Turniers der Welt.“

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Die Rolle von Joshua Kushner

Besonders brisant ist die mutmaßliche Beteiligung von Joshua Kushner. Der US-Investor, Mitgründer der Investmentfirma Thrive Capital, gilt als enger Vertrauter von Infantino. Spekulationen zufolge könnte Kushners Netzwerk als Vermittler für die Investorengruppe auftreten. Offiziell dementiert die Fifa jegliche persönliche Vorteilnahme. „Herr Kushner ist einer von vielen potenziellen Partnern“, erklärte ein Fifa-Sprecher. „Die Entscheidungen werden transparent und im besten Interesse des Fußballs getroffen.“

Kushner selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Allerdings zeigen Recherchen, dass er bereits zuvor an Fußball-Deals beteiligt war. So investierte er in den französischen Verein OGC Nizza. Kritiker befürchten einen Interessenkonflikt, sollte Kushner von der WM-Vermarktung profitieren.

Reaktionen und Konsequenzen

Die Diskussion entfacht eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft der Fifa. Infantino, der seit 2016 an der Spitze steht, sieht sich schon länger mit Korruptionsvorwürfen und Vetternwirtschaft konfrontiert. Der neue Plan könnte seine Position weiter schwächen. Einige Verbände fordern bereits eine außerordentliche Sitzung, um über den Vorstoß abzustimmen.

Experten beziffern den möglichen Wert der verkauften Anteile auf mehrere Milliarden Dollar. „Wir sprechen hier über bis zu 20 Prozent der künftigen WM-Einnahmen“, sagte ein Finanzanalyst, der namentlich nicht genannt werden wollte. „Das ist ein enormer Hebel für private Investoren.“ Die Fifa selbst hofft auf einen Sieben-Milliarden-Dollar-Deal, der die Kassen des Verbands füllen soll.

Doch die öffentliche Meinung ist eindeutig. Umfragen zeigen, dass 80 Prozent der Fußballfans in Deutschland den Verkauf ablehnen. „Infantino hat den Bezug zur Basis verloren“, kommentierte ein Fanvertreter. „Er denkt nur noch in Milliarden, nicht in Emotionen.“

Ausblick: Ein riskantes Experiment

Ob der Plan tatsächlich umgesetzt wird, bleibt ungewiss. Der Widerstand in den nationalen Verbänden wächst, und auch die FIFA-Ethikkommission prüft die Angelegenheit. Sollte Infantino dennoch durchsetzen, könnte dies weitreichende Folgen haben: Die Abhängigkeit von privaten Geldgebern würde steigen, und die Kontrolle über das Sportevent könnte sich verschieben.

Klar ist: Der Fall zeigt einmal mehr, wie sehr sich der Weltfußball unter Infantino verändert hat. Was einst als unantastbares Gut galt, wird nun zur Handelsware. Und Joshua Kushner steht dabei im Zentrum der Spekulationen – ob zu Recht oder nicht, wird die Zukunft zeigen.

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