Das nächste Thüringenderby in der Regionalliga Nordost steht bevor: Am Sonntag, den 9. August, treffen der FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt bereits am vierten Spieltag aufeinander. Doch schon jetzt zeichnet sich ein erneuter Konflikt um die Fan-Kapazitäten ab. Der Vorverkauf in Jena läuft zwar bereits, aber die Frage, wie viele Gästefans zugelassen werden, ist noch offen.
Hintergrund: Boykott beim letzten Derby
Beim letzten Duell im Mai hatten die Anhänger von Rot-Weiß Erfurt den Besuch in Jena boykottiert. Grund war die Entscheidung der Stadt, das Gästekontingent auf 800 Zuschauer zu beschränken. Dies führte zu massiven Protesten beider Fanlager, eine Gewalteskalation blieb jedoch aus. Nun droht eine Wiederholung der Situation.
Aktuelle Regelung: 800 Plätze pro Block
Jenas Bürgermeister Benjamin Koppe (CDU), zuständig für die Sicherheit in der Stadt, stellt klar: „Bei Risikospielen bleibt es bei der im Sicherheitskonzept vorgesehenen Beschränkung auf 800 Plätze im Heimbereich!“ Sollte das Derby von Polizei und Ordnungsamt als Sicherheitsspiel eingestuft werden, dürfen nur 800 Jena-Fans in die Südkurve – und für die Gäste aus Erfurt gilt ebenfalls eine Obergrenze von 800 Plätzen. Koppe ergänzt: „Im Gästebereich bleibt es ebenfalls bei einer Beschränkung.“
Verwaltungsverfahren noch nicht abgeschlossen
Noch ist der Auflagenbescheid der Stadt nicht erstellt und versendet. „Der befindet sich im verwaltungsinternen Abschlussverfahren“, so Koppe. Dies lässt Raum für Hoffnung auf eine Änderung. Die Voraussetzung für eine höhere Gästezahl skizziert der Bürgermeister: „Für eine Vollauslastung des Gästebereichs muss der Verein vor Beginn des Kartenvorverkaufs das Einvernehmen des Sicherheitsträgers einholen. Liegen belastbare Indizien für schwerwiegende Störungen der öffentlichen Sicherheit vor, kann die Kapazität des Stehplatzblocks begrenzt, der Sitzplatzblock vollständig gesperrt werden.“
Ausblick: Droht der nächste Derbyzoff?
Ob es zu einer erneuten Eskalation kommt, hängt von der Einstufung des Spiels ab. Sollte die Stadt bei der Beschränkung bleiben, drohen erneute Proteste der Fanszenen. Die Verantwortlichen hoffen auf eine einvernehmliche Lösung, um eine friedliche Atmosphäre zu gewährleisten.



