Jürgen Klopp (59) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben sich in einem Geheimtreffen in New York auf eine Zusammenarbeit als Bundestrainer bis zur Weltmeisterschaft 2030 geeinigt. Das berichten übereinstimmende Quellen. Der Deal steht unter dem Vorbehalt, dass Klopps bisheriger Arbeitgeber Red Bull die Freigabe erteilt. Sollte dies gelingen, würde der lang ersehnte Wunschkandidat der deutschen Fußballfans die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten.
Geheimtreffen im Flughafenhotel
Das Treffen fand 36 Kilometer vom Stadion des WM-Finales entfernt in einem New Yorker Flughafenhotel statt. An dem vierstündigen Gipfel nahmen neben Klopp auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke teil. Laut Beobachtungen von Reportern vor Ort verliefen die Gespräche unter vier Augen zwischen Klopp und Watzke emotional – möglicherweise auch aufgrund des schlechten Getränkeservice im Konferenzraum.
Machtverschiebung im deutschen Fußball
Die Verpflichtung Klopps könnte die Machtstatik im deutschen Fußball grundlegend verändern. Anders als seine Vorgänger Hansi Flick und Julian Nagelsmann hat Klopp keinerlei Vergangenheit beim FC Bayern München. Stattdessen ist er eng mit Borussia Dortmund verbunden, wo er zweimal die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann – darunter ein unvergessliches 5:2-Finale gegen die Bayern im Jahr 2012. Mit BVB-Boss Watzke verbindet ihn eine enge Freundschaft, die bis zu gemeinsamen schampus-seligen Nächten in verlassenen Lagerhallen nach Titelgewinnen zurückreicht.
Der FC Bayern hält sich bislang auffällig bedeckt zur Personalie. Es gibt weder Kritik noch öffentliche Begeisterung. Dabei wird Klopp nicht umhin kommen, auf Bayern-Spieler wie Jonathan Tah, Aleksandar Pavlović, Jamal Musiala oder Joshua Kimmich zu setzen. Auch die Kapitänsfrage und die Torhüterposition (mit Jonas Urbig) bleiben spannend.
Historische Parallele zu Klinsmann
Interessanterweise ist Klopp nicht der erste Bundestrainer, der in New York verpflichtet wurde. Bereits 2004 reiste der damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in geheimer Mission dorthin, um Jürgen Klinsmann – ebenfalls in einem Flughafenhotel – für den DFB-Job zu gewinnen. Klinsmann führte die Nationalmannschaft 2006 zur Heim-WM und zum dritten Platz. Die Hoffnung ist nun, dass Klopp ein ähnliches Sommermärchen wiederholen kann.
Der nächste Schritt ist die Freigabe durch Red Bull. Sollte diese erfolgen, könnte die Ära Klopp beim DFB beginnen – mit weitreichenden Folgen für die Machtverhältnisse im deutschen Fußball.



