Jürgen Klopps Weg zum Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist endgültig frei. Der 58-Jährige hat sich nicht nur mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), sondern auch mit seinem Arbeitgeber Red Bull geeinigt. Das bestätigte Klopp selbst am Sonntag vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien bei Magenta TV. Er habe von Red Bull die Freigabe erhalten, um den Posten zu übernehmen, und eine „großzügige“ Einigung erzielt, um aus seinem bis 2029 laufenden Vertrag als Fußballchef des Unternehmens auszusteigen. „Aber noch ist nichts final“, schränkte Klopp ein und verwies darauf, „dass wir hier mit einem Verband sprechen“. Noch stünden einige Gespräche aus, doch könne man damit rechnen, dass „in den nächsten Tagen“ alles unter Dach und Fach sei.
Präsentation bereits am Freitag möglich
Zuvor hatten Sky und die „Bild“-Zeitung berichtet, dass Klopp schon kommende Woche Bundestrainer wird. Nach dem WM-Finale sollen laut Sky die letzten Details zwischen Klopp, seinen Werbepartnern und dem DFB geklärt und schriftlich fixiert werden. Klopp reist nächste Woche nach Deutschland. Bei einem reibungslosen Ablauf wird er am Freitag in Frankfurt am Main als neuer Bundestrainer präsentiert. Zuvor müssen noch die DFB-Gremien der Personalie zustimmen, was jedoch als reine Formsache gilt.
Der DFB selbst hatte sich vor Klopps Aussage zurückhaltend geäußert: „Der DFB kommentiert den aktuellen Verhandlungsstand mit Jürgen Klopp nicht“, hieß es aus dem Verband. „Eine finale Entscheidung treffen die zuständigen Gremien.“ Bis zuletzt war offen, ob der DFB für Klopp eine Ablösesumme an Red Bull zahlen muss oder ob Klopp dem Unternehmen als Markenbotschafter oder Ratgeber erhalten bleibt. Laut „Bild“ ist keines von beidem der Fall.
Vertrag bis 2030 und Gehaltsdetails
Klopp und der DFB sind sich bereits seit längerem „grundsätzlich einig“, wie der Verband nach einem Treffen zwischen dem Trainer, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke vor gut einer Woche mitteilte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unterschreibt Klopp einen Vertrag bis 2030, der die WM in Spanien, Portugal und Marokko einschließt. Sein Gehalt soll etwas über den sieben Millionen Euro liegen, die sein Vorgänger Julian Nagelsmann bezog.
Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool ist derzeit als TV-Experte für Magenta in New York im Einsatz. Bei Red Bull war Klopp seit Anfang 2025 als „Global Head of Soccer“ tätig. Mit der Einigung mit dem DFB und Red Bull steht einer Rückkehr auf die Trainerbank nun nichts mehr im Wege.



