Bares für Rares: Silberpokal mit Rätsel um Adelsfamilie erzielt 1.350 Euro
Silberpokal rätselt um Adelsfamilie bei Bares für Rares

In der Sendung „Bares für Rares“ vom 20. Juli 2026 stand ein Silberpokal im Mittelpunkt, der Rätsel um eine preußische Adelsfamilie aufgab. Der Pokal aus 800er-Silber im Jugendstil mit floralen Verzierungen und Innenvergoldung wurde von Ralf aus Lünenburg und seiner Tochter Marlene aus Flensburg präsentiert. Ursprünglich als Trinkgefäß gekauft, erwies er sich als zu groß für den täglichen Gebrauch.

Eine gravierte Widmung von drei Söhnen zum 70. Geburtstag ihrer Mutter im Jahr 1902 sowie ein Allianzwappen liefern Hinweise auf die Herkunft. Als möglicher Hersteller gilt der Silberschmied Alexander Schöllkopf aus Pforzheim, doch die Datierung passt nicht vollständig zu seiner bekannten Eintragung, sodass auch ein anderer Hersteller infrage kommt. Der Pokal befindet sich in gutem Zustand.

Expertenschätzung und Verkauf

Der Wunschpreis von Ralf lag mindestens beim Silberwert. Expertin Wendela Horz taxierte den Silberwert auf rund 940 Euro und den Gesamtwert auf etwa 1.100 Euro. Im Händlerraum entwickelte sich ein Bieterwettstreit, bei dem die Gebote von 750 Euro schnell über die Schätzung stiegen. Den Zuschlag erhielt Wolfgang Pauritsch für 1.350 Euro, womit sowohl der Wunschpreis als auch die Expertise deutlich übertroffen wurden.

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Weitere Raritäten der Sendung

Neben dem Silberpokal wurden weitere Fundstücke präsentiert: Laura Wieland und ihre Tochter Silke brachten ein über 100 Jahre altes Heimatkundespiel „Der Harz“ mit, dem jedoch zwei Würfel und möglicherweise weitere Teile fehlten. Die Expertenschätzung lag bei 50 bis 80 Euro. Freunde Raoul und Hans zeigten einen Goldanhänger mit Kette aus der Zeit zwischen 1908 und 1917, besetzt mit Rubinen, Saphiren, Smaragden, Perlen und Diamanten, wobei die Kette vergoldet war. Geschätzt wurde der Anhänger auf 1.300 bis 1.500 Euro.

Leslie und Joseph brachten eine signierte und auf 75 Exemplare limitierte Radierung von David Hockney mit dem Titel „Peter“ aus dem Jahr 1969. Das Werk eines bedeutenden Pop-Art-Künstlers zeigte jedoch Vergilbungen und Lichtschäden, die den Wert auf 2.000 bis 2.200 Euro drückten. Ein Ehepaar aus Rheinland-Pfalz, Margitta und Michael, präsentierte Aktiv-Säulenlautsprecher „BeoLab-8000“ aus den 1990er-Jahren. Die Technik funktionierte, aber die Stoffbespannungen waren beschädigt; die Schätzung lag bei 400 bis 500 Euro.

Ob und zu welchen Preisen die weiteren Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

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