Ransford Königsdörffer (24) wechselt vom Hamburger SV zum FSV Mainz 05 und spricht offen über die belastenden Hass-Kommentare, die ihn während seiner Zeit in Hamburg begleiteten. Der Offensivspieler betont, dass ein Mentaltrainer ihm half, mit der Kritik umzugehen. Zudem erklärt er seine Entscheidung, für Ghana zu spielen, und die Enttäuschung über die verpasste WM-Teilnahme.
Mentaltrainer als Schlüssel gegen Anfeindungen
Königsdörffer berichtet, dass die negativen Kommentare vor allem in sozialen Medien zunahmen. „Es gab Phasen, da habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt weitermachen soll“, gesteht der gebürtige Berliner. Durch die Unterstützung eines Mentaltrainers habe er jedoch gelernt, solche Angriffe besser zu verarbeiten. „Er hat mir gezeigt, wie ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann – den Fußball.“ Der 24-Jährige betont, dass mentale Stärke im modernen Profisport unverzichtbar sei.
Wechsel zu Mainz als Karriereschritt
Der Wechsel zum FSV Mainz 05 sieht Königsdörffer als logischen nächsten Schritt. „Mainz ist ein Verein, der jungen Spielern eine Plattform bietet. Ich will mich hier weiterentwickeln und in der Bundesliga durchsetzen“, sagt er. Beim HSV kam er in der vergangenen Saison auf 31 Einsätze in der 2. Bundesliga, erzielte dabei fünf Tore und bereitete drei Treffer vor. In Mainz soll er die Offensive beleben und für mehr Torgefahr sorgen.
Nationalmannschaft: Entscheidung für Ghana
Königsdörffer, der auch für Deutschland spielberechtigt wäre, entschied sich für die ghanaische Nationalmannschaft. „Ghana ist mein Herzenswunsch. Meine Familie kommt von dort, und ich fühle mich mit dem Land verbunden“, erklärt er. Die Enttäuschung über die verpasste WM-Teilnahme 2022 sitzt tief: „Es war schmerzhaft, nicht dabei zu sein. Aber das motiviert mich nur noch mehr, mich für die nächsten Turniere zu empfehlen.“
Blick nach vorn
Mit neuem Umfeld und gestärkter Mentalität will Königsdörffer nun in Mainz angreifen. „Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und mich in der Bundesliga zu beweisen“, sagt er. Die Fans in Mainz dürfen auf einen dynamischen Offensivspieler hoffen, der trotz aller Widerstände seinen Weg geht.



