Am Sonnabend, den 11. Juli 2026, treten Die Toten Hosen im Olympiastadion und die Pet Shop Boys auf der nur 1,5 Kilometer entfernten Waldbühne auf. Nach Konzertende werden gleichzeitig Zehntausende Fans nach Westend strömen. BVG und S-Bahn bereiten sich auf eine Ausnahmesituation vor und haben einen Plan entwickelt, um die Besucherströme zu lenken. Ganz ohne Gedränge wird es jedoch nicht abgehen. Konzertgäste sollten früh aufbrechen, mehr Zeit einplanen und möglichst nicht mit dem Auto anreisen.
S-Bahn erhöht Taktung und verlängert Linien
Die S-Bahn Berlin wird am Veranstaltungstag deutlich mehr Züge in den Berliner Westen schicken. Ein Bahnsprecher erklärte gegenüber der Berliner Morgenpost, dass die S3 zur Abreise vom Olympiastadion häufiger fahre. Die S5 werde zur An- und Abreise bis zum Olympiastadion verlängert, teils auch bis Pichelsberg. In einer eigenen Sonderleitstelle koordiniert die S-Bahn zusätzliche Fahrten – teilweise alle drei Minuten – und verteilt Fahrgäste auf die Bahnsteige. Die Koordination erfolge in enger Absprache mit Bundespolizei und DB Sicherheit.
Erfahrung mit Großveranstaltungen
Die S-Bahn verweist auf ihre große Erfahrung mit Großveranstaltungen – über 30 seien es im vergangenen Jahr gewesen. Trotz des erweiterten Angebots sollen Besucher der Konzerte früh anreisen, die ganze Bahnsteiglänge nutzen und die Türen freihalten. Wichtig zu wissen: Die Ringbahn-Linien S41 und S42 werden am Wochenende gesperrt.
Empfehlungen für Pet-Shop-Boys-Besucher
Den Besuchern der Pet Shop Boys in der Waldbühne wird seitens eines Bahnsprechers empfohlen, einen Spaziergang zum Olympiastadion in Betracht zu ziehen. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollten Gäste nicht nur den Bahnhof Pichelsberg nutzen. Am S-Bahnhof Olympiastadion würden deutlich mehr Züge fahren. Der Waldbühnen-Veranstalter verweist außerdem auf weitere ÖPNV-Angebote – die Buslinien M49 und 218 halten in der Nähe der Bühne – sowie auf Park-and-Ride am Bahnhof Berlin-Spandau.
BVG verstärkt U-Bahn-Linie 2
Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren ihr Angebot hoch. Ab dem Nachmittag sollen die Züge der U-Bahn-Linie 2, die sonst am Theodor-Heuss-Platz enden, bei Bedarf bis zum U-Bahnhof Olympiastadion weiterfahren. Nach Angaben der BVG kann sich die Zahl der Züge dorthin dadurch verdoppeln. Rund um den Bahnhof setzt das Unternehmen zusätzlich Sicherheitspersonal ein, auch die U-Bahn selbst wird personell verstärkt. Nach BVG-Angaben läuft dazu ein enger Austausch mit S-Bahn und Polizei.
Anreise mit dem Auto: Geduld erforderlich
Das Olympiastadion empfiehlt die Anreise mit Bus und Bahn, da es rund um das Stadion nur wenige öffentliche Parkplätze gibt, die meist kostenpflichtig sind. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, benötigt Geduld. Wohnmobile und Anhänger dürfen dort nicht parken. Parkscheine gibt es nach Verfügbarkeit in der Regel erst am Veranstaltungstag vor Ort, bezahlt wird bar. Wegen der Besucherströme könne sich die Abreise verzögern. Zudem kündigt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf verstärkte ordnungsbehördliche Kontrollen an. Der Bezirk rechnet mit Beschwerden von Anwohnern über Lärm, Müll und die Parksituation.



