Die Tour de France steht vor einem deutschen Wochenende: Florian Lipowitz (25) hat eine Kampfansage an den Zweitplatzierten Jonas Vingegaard (29/Dänemark) gerichtet. Der Schwabe sagte: „Ich glaube, das wird sich spätestens morgen zeigen, was in dieser Hinsicht möglich ist. Aber ich denke, wir können bis jetzt ganz happy sein.“
Red-Bull-Teamchef Ralph Denk: „Wir liegen genau da, wo wir sein wollen“
Red-Bull-Teamchef Ralph Denk (52) zeigte sich vor den anstehenden Bergetappen zuversichtlich: „Wir liegen genau da, wo wir sein wollen. Ab morgen wird es richtig losgehen. Wir freuen uns, wenn jetzt die großen Berge beginnen.“ Das Team strotzt vor Selbstbewusstsein, und die deutschen Fans tragen Lipowitz über die Strecke. Schon am Freitag auf der längsten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt über 206 Kilometer von Dole nach Belfort säumten tausende deutsche Fans mit schwarz-rot-goldenen Fahnen und nicht mehr benötigten Fußball-Nationaltrikots die Straßen.
Ausreißergruppe entscheidet Etappe – Pidcock überrascht
Am Ende gewann wie erwartet eine Ausreißergruppe, aus der der Schweizer Mauro Schmid (26) den Sprint für sich entschied. Die Favoriten mit Lipowitz kamen geschlossen im Peloton an. Allerdings verlor Lipowitz einen Platz in der Gesamtwertung und ist nun Siebter. Grund dafür war Tom Pidcock (26), zweimaliger Olympiasieger mit dem Mountainbike, der alle überraschte. Der Brite war in der ursprünglich 57 Mann starken Gruppe, die sich nach dem Start schnell gebildet hatte, und belegte am Ende Platz drei in der Tageswertung sowie Rang vier in der Gesamtwertung – 29 Sekunden vor Lipowitz. Es wird erwartet, dass Pidcock am Samstag oder spätestens am Sonntag seinem Husarenritt Tribut zollen muss.
Lipowitz: „Es wäre schön, wenn man auch nur eine Etappe gewinnen kann“
Ein kleiner Schönheitsfehler bei Red Bull vor den Bergen: Das ausgegebene Ziel Etappensieg fehlt noch. Lipowitz sagte: „Es wäre schön, wenn man auch nur eine Etappe gewinnen kann. Aber ich denke, wir können auch so ganz happy sein und dann mal schauen, was am Wochenende passiert.“ In Gelb fährt weiter Tadej Pogacar (27/Slowenien) vor Vingegaard und Lipowitz' Co-Kapitän Remco Evenepoel (26/Belgien).



