Bei der Tour de France 2026 haben sich die beiden Red-Bull-Bora-hansgrohe-Fahrer Florian Lipowitz (25) und Remco Evenepoel (26) nach einer verbalen Attacke des Belgiers auf den Deutschen wieder versöhnt. Der Friedensgipfel fand auf ungewöhnliche Weise statt: auf der Massagebank. Lipowitz erklärte der Bild, dass sie dort kurz unter sich sprechen konnten. „Wir haben ganz kurz miteinander gesprochen, als er bei der Massage war“, sagte Lipowitz. „Wir beide sind reif genug, das ordentlich und fair zu klären und nach vorne zu schauen.“
Hintergrund des Streits und Versöhnung
Evenepoel hatte Lipowitz nach einer harten Etappe öffentlich kritisiert. Lipowitz zeigte Verständnis: „Es war eine harte Etappe und gesagt hat er es eine halbe Stunde nach dem Ziel. Und da kann es auch mal zu Missverständnissen kommen.“ Die vergangenen Tage hätten jedoch gezeigt, dass sie gut harmonieren. „Am Ende des Tages ist so ein Team aber wie eine Familie, wo man die Dinge ja auch zuerst intern klärt“, so Lipowitz. Die Versöhnung erfolgte ohne Teamführung oder Mitarbeiter – nur die beiden Fahrer unter sich.
Tour-Verlauf und Teamziele
Die Tour de France geht in die dritte Woche. Superstar Tadej Pogacar (27/Slowenien) führt das Rennen an und wird voraussichtlich seinen fünften Sieg holen, sofern er nicht stürzt oder krank wird. Nach dem Unfall-Aus von Jonas Vingegaard (29/Dänemark) ist das Podium offen. Evenepoel liegt aktuell auf Rang zwei, Lipowitz auf Rang fünf. Lipowitz sieht Evenepoel als besten Kandidaten fürs Podium: „Ich glaube, dass Remco die besseren Karten hat, auch, wenn man die Form am Sonntag am Berg sah. Er kann ganz vorne mitfahren.“ Das Hauptziel sei, einen Fahrer des Teams auf dem Podium zu haben.
Leistung und Form
Lipowitz räumte ein, dass seine Beine in den ersten zwei Wochen nicht immer da waren. Die Hitze habe eine große Rolle gespielt. „Bei der Etappe über den Tourmalet waren wir alle weit unter den Werten, die wir normalerweise fahren“, erklärte er. Auf der Sonntagsetappe fuhr er jedoch einen 30-Minuten-Bestwert von knapp 440 Watt bei etwas über 68 Kilo Gewicht. „Deshalb glaube ich, die Form ist definitiv da. Aber das Level an sich ist auch einfach extrem hoch“, sagte er.
Unterstützung durch Familie und Freunde
Lipowitz wird während der Tour von seiner Familie und Freundin unterstützt. Sie sind seit der zweiten Woche vor Ort. „Auch mein Onkel, meine Cousinen und mein Cousin waren da. Also ich hatte mega Unterstützung“, berichtete er. Am Ruhetag könne er etwas mehr Zeit mit ihnen verbringen. „Zu wissen, dass jemand an der Strecke steht, tut gut, auch wenn man kaum Zeit hat, sich zu treffen.“



