Luke Littler hat beim World Matchplay in Blackpool erneut seine außergewöhnliche Klasse unter Beweis gestellt. Der 19-jährige Darts-Superstar besiegte im Finale den ehemaligen Weltmeister Gerwyn Price mit 18:9 und feierte damit seinen zweiten großen Major-Titel nach dem Weltmeisterschaftssieg. Die Leistung des Engländers war atemberaubend: Ein Average von 111,53 Punkten pro Aufnahme – die höchste jemals in einem Major-Finale erzielte Marke – sowie zwölf 180er und sechs High Finishes mit über 100 Punkten Rest ließen dem Waliser keine Chance.
Rekordjagd von Beginn an
Bereits in der ersten Hälfte des Finals zeigte Littler, warum er als Dominator der Szene gilt. Mit konstant hohen Aufnahmen und perfekter Doppelquote zwang er Price in die Defensive. Price, der selbst ein starker Spieler ist, reagierte auf die Übermacht mit ungläubigem Staunen und Anerkennung. „Es war wirklich eine perfekte Woche, das war definitiv die beste Version von mir“, sagte Littler nach dem Sieg und zeigte sich bescheiden angesichts seiner Rekordleistung.
Historische Bestmarken pulverisiert
Mit einem Gesamtaverage von 111,38 Punkten über das gesamte Turnier hinweg übertraf Littler die bisherige Bestmarke der Legende Phil Taylor, die bei 106,31 lag. Der 65-jährige Taylor, lange Zeit unangefochtene Nummer eins, musste seinen Rekord damit an den jungen Briten abgeben. Darüber hinaus knackte Littler seinen eigenen Rekord für die meisten 180er in einem Turnier: Statt 64 erreichte er in diesem Jahr 66 perfekte Aufnahmen. Auch seine Serie von Siegen in langen Matches (mindestens 20 Legs) baute er auf 29 aufeinanderfolgende Erfolge aus.
Meilenstein in der Karriere
Der Triumph beim World Matchplay, das seit 1994 ausgetragen wird und neben der Weltmeisterschaft als wichtigstes Turnier der PDC gilt, ist ein weiterer Meilenstein in Littlers junger Karriere. Schon der Einzug ins Finale sicherte ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern: Littler ist der erste Spieler, der die Marke von drei Millionen Pfund an kumuliertem Preisgeld in der Order of Merit der PDC durchbrach. Dies unterstreicht seine Dominanz in den vergangenen Monaten.
Weg ins Finale mit beeindruckenden Zahlen
Auf dem Weg ins Endspiel hatte Littler keine Mühen gescheut. Im Halbfinale demontierte er den Niederländer Dirk van Duijvenbode mit 17:5. In allen fünf Matches des Turniers lag sein Average über 109 Punkten, im Viertelfinale gegen Nathan Aspinall erzielte er sogar 113,68 Punkte – nur Phil Taylor war 2010 mit 114,99 Punkten in einem einzelnen Match besser. Littlers Leistungskonstanz ist beispiellos und macht ihn zum klaren Favoriten für zukünftige Turniere.
Blick in die Zukunft
Mit diesem Sieg hat Luke Littler nicht nur seine Ausnahmestellung im Darts-Sport untermauert, sondern auch die Messlatte für die Konkurrenz extrem hoch gelegt. Die kommenden Major-Turniere werden zeigen, ob jemand den jungen Superstar stoppen kann. Eines ist sicher: Littler wird weiterhin Rekorde jagen und die Darts-Welt in Atem halten.



