Lothar Matthäus mit klaren Prognosen für die EM-Halbfinals
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 geht in die heiße Phase. Am Dienstag und Mittwoch stehen die Halbfinals an: Spanien trifft auf Frankreich, England duelliert sich mit den Niederlanden. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat seine Tipps abgegeben – und überrascht mit einer klaren Einschätzung.
„Frankreich hat bisher nicht überzeugt, aber sie haben eine starke Defensive und Kylian Mbappé, der jederzeit ein Spiel entscheiden kann. Trotzdem setze ich auf Spanien, weil sie als Team besser funktionieren und spielerisch überzeugen“, so Matthäus gegenüber der Bild-Zeitung. Der 63-Jährige sieht die Spanier als Favoriten: „Spanien hat in der K.o.-Phase eine beeindruckende Entwicklung gezeigt. Sie sind mein Tipp für den Turniersieg.“
England gegen Niederlande: Matthäus sieht einen klaren Favoriten
Im zweiten Halbfinale zwischen England und den Niederlanden erwartet Matthäus eine enge Partie. „England hat individuell starke Spieler wie Harry Kane und Jude Bellingham, aber die Mannschaft wirkt oft verunsichert. Die Niederlande sind dagegen eingespielt und haben mit Memphis Depay und Cody Gakpo offensive Waffen“, analysiert der Weltmeister von 1990. Sein Tipp: „Die Niederlande werden sich durchsetzen und ins Finale einziehen. Sie haben den besseren Teamgeist und mehr Turniererfahrung in dieser Zusammensetzung.“
Matthäus betont, dass die Niederlande unter Bondscoach Ronald Koeman eine klare Spielidee verfolgen: „Sie pressen hoch, schalten schnell um und haben eine stabile Abwehr. Das könnte England vor große Probleme stellen.“
Statistiken untermauern Matthäus' Prognosen
Die Zahlen sprechen für sich: Spanien hat in den bisherigen fünf Spielen 11 Tore erzielt und nur zwei Gegentreffer kassiert. Frankreich kommt auf acht Tore bei drei Gegentoren. Im direkten Vergleich der letzten zehn Spiele liegt Spanien mit fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen vorne. Auch die Niederlande haben eine positive Bilanz gegen England: Von den letzten acht Duellen gewannen die Oranje vier, drei endeten remis, nur eines ging verloren.
„Die Statistik bestätigt meine Einschätzung. Spanien und die Niederlande haben in diesem Turnier die konstanteren Leistungen gezeigt“, so Matthäus abschließend.



