US-Präsident Donald Trump hat Details seines letzten Telefonats mit Senator Lindsey Graham enthüllt, der völlig überraschend im Alter von 71 Jahren verstarb. In der NBC-Sendung „Meet the Press“ berichtete Trump am Sonntag, dass Graham ihn am Vorabend gegen 19 Uhr angerufen habe – nur wenige Stunden vor seinem Tod.
Letztes Gespräch mit Trump
„Was die Sache noch merkwürdiger macht, ist, dass ich gestern Abend irgendwann am frühen Abend einen Anruf bekam“, sagte Trump. Graham habe ihm mitgeteilt, dass er gerade aus der Ukraine zurückgekehrt sei und eben gelandet sei. Trump erwiderte: „Das ist eine lange Reise.“ Der Senator habe etwas müde geklungen, aber ansonsten völlig normal, nur ein wenig erschöpft.
Wenige Stunden später war Graham tot. Sein Büro sprach von einer „kurzen und plötzlichen Erkrankung“. Laut US-Medienberichten soll er einem Herzinfarkt erlegen sein. Der Senator hatte zuvor noch mehrere Telefonate geführt und sogar einen TV-Auftritt für den nächsten Tag geplant – niemand ahnte, dass dies seine letzten Stunden sein würden.
Trump würdigt Vermächtnis
Trump zeigte sich tief getroffen vom Tod seines langjährigen politischen Weggefährten. „Er wird jetzt mehr geschätzt werden als zu Lebzeiten“, sagte der Präsident. „Es ist ein harter Verlust. Er war großartig – in jeder Hinsicht einzigartig. Für mich war er wie ein Familienmitglied. Das ist sehr schwer.“
Vom Gegner zum Verbündeten
Trump und Graham waren einst erbitterte Gegner. Im Vorwahlkampf 2016 lieferten sie sich heftige Schlammschlachten, Trump veröffentlichte sogar Grahams Handynummer. Erst Jahre später versöhnten sich die beiden und wurden enge politische Verbündete. Graham gehörte fast ein Vierteljahrhundert dem US-Senat an.
Grahams Engagement für die Ukraine
Graham war einer der größten Unterstützer der Ukraine und hatte noch vor zwei Tagen in Kiew Präsident Wolodymyr Selenskyj getroffen. Meaghan Mobbs, Leiterin einer Ukraine-Stiftung und Tochter des früheren Ukraine-Gesandten Keith Kellogg, fordert die Obduktion des Leichnams von Graham.



