Bei einem verheerenden Feuer in einem Bierlokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind nach Medienberichten mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender Thai PBS berichtete von mindestens 30 Todesopfern. Nach Informationen der Zeitung „Bangkok Post“ gibt es auch zahlreiche Verletzte. Die Rettungskräfte brachten mehrere Menschen in Krankenhäuser in der Umgebung.
Brandausbruch im Stadtteil Ladprao
Das Feuer brach nach ersten Informationen gegen Mitternacht (Ortszeit) in einem Pub im Stadtteil Ladprao aus. Die Gaststätte liegt in der Nähe des viel besuchten Chatuchak-Marktes. Dort halten sich an Wochenenden viele Zehntausend Menschen auf, darunter auch viele Ausländer. Ob sich unter den Opfern auch Touristen befinden, war zunächst unklar. Bangkok gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südostasien.
Identifizierung der Opfer und Rettungsarbeiten
Der TV-Sender berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, dass bereits 17 Frauen und acht Männer unter den Opfern identifiziert seien. Auf Bildern war zu sehen, wie Menschen schreiend und in Panik aus dem Lokal rannten. Nach ersten Informationen wurden die meisten Opfer in den Toiletten des Restaurants aufgefunden, wo sie eingeklemmt waren. Die Rettungskräfte arbeiteten die ganze Nacht über, um die Verletzten zu versorgen und die Toten zu bergen.
Hintergrund und Reaktionen
Die genaue Brandursache war zunächst Gegenstand von Ermittlungen. Die thailändischen Behörden kündigten eine gründliche Untersuchung an. Das Feuer in dem Pub hat erneut die Diskussion über Brandsicherheitsstandards in thailändischen Vergnügungsstätten entfacht. In der Vergangenheit gab es immer wieder tödliche Brände in Nachtclubs und Bars in Thailand, die oft auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen zurückzuführen waren.



