Alexander Zverev hat sich bei seinem Sturz im Wimbledon-Finale gegen den italienischen Tennis-Topstar Jannik Sinner nach eigenen Worten das Knie überdehnt. „Ich glaube nicht, dass es so schlimm ist, aber es ist ein bisschen angeschwollen“, sagte der 29-Jährige nach seiner 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6-Niederlage gegen Sinner. „Aber ich kann normal gehen. Wahrscheinlich wieder so ein bisschen so ein Knochen-an-Knochen-Prall, aber ich glaube nicht, dass ich mir irgendwas gebrochen habe.“
Sturz im dritten Satz
Der French-Open-Champion war Mitte des dritten Satzes auf dem Rasen ausgerutscht und hatte sich ans Knie gefasst. Kontrahent Sinner war auf die andere Seite des Platzes gekommen, um ihm wieder aufzuhelfen. Zverev spielte jedoch ohne Behandlung weiter. Kurz nach dem Sturz kassierte der Hamburger aber den ersten Aufschlagverlust im Match. Zverev verlor nach zwei sehr ausgeglichenen Sätzen, die erst im Tiebreak entschieden worden waren, die Durchgänge drei und vier jeweils mit einem Aufschlagverlust.
Probleme beim Aufschlag
„Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, beim Aufschlag richtig abzustoßen. Deshalb hat meine Aufschlaggeschwindigkeit nachgelassen“, erklärte Zverev. „Aber alles andere lief gut. Ich habe mich gut von der Grundlinie aus bewegt und dort gut gespielt.“ Es sei ähnlich wie vor zwei Jahren, aber wohl nicht so schlimm, erklärte Zverev. Damals hatte sich der beste deutsche Tennisprofi in der dritten Runde von Wimbledon bei einem Sturz am Knie verletzt und war dann im Achtelfinale ausgeschieden. 2024 hatte Zverev berichtet, dass er „ein Knochenödem und eine Zerrung in der Kapsel“ im Knie erlitten habe.
Erstes Wimbledon-Finale für Zverev
Dieses Jahr erreichte Zverev erstmals in Wimbledon das Endspiel, verpasste aber nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei den French Open gegen Titelverteidiger Sinner seinen zweiten Grand-Slam-Sieg. Am Montag klettert Zverev in der Tennis-Weltrangliste vom dritten auf den zweiten Rang.



