Schweiz-Trainer Murat Yakin hat einen Tag nach dem bitteren Viertelfinal-Aus gegen Argentinien scharf gegen den Video-Assistenten (VAR) und den Schiedsrichter geschossen. Die gelb-rote Karte gegen Breel Embolo bezeichnete er als „absolut absurd“.
Yakin: „Haben gegen Schiedsrichter und VAR gespielt“
„Wir haben nicht nur gegen Argentinien gespielt, sondern auch gegen den Schiedsrichter und den VAR“, sagte Yakin am Sonntag. Die Entscheidung, Embolo nach einer angeblichen Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen, sei ein „Skandal“ gewesen. Der Stürmer war in der 68. Minute nach einem Zweikampf im Strafraum gefallen. Der Unparteiische zeigte ihm die zweite gelbe Karte, obwohl TV-Bilder keinen eindeutigen Betrug belegten.
Embolo-Platzverweis als Wendepunkt
Bis zum Platzverweis hatte die Schweiz stark gespielt und führte zwischenzeitlich 1:0. Nach dem Ausschluss von Embolo drehte Argentinien die Partie und gewann schließlich 3:1. „Das hat das Spiel komplett verändert. Wir waren die bessere Mannschaft, bis der Schiedsrichter eingegriffen hat“, so Yakin. Der Trainer kritisierte auch, dass der VAR nicht eingegriffen habe, um die Entscheidung zu überprüfen: „Dafür ist der VAR doch da – um klare Fehler zu korrigieren. Hier wurde er nicht einmal konsultiert.“
Argentinien-Trainer Scaloni äußert sich zurückhaltend
Argentiniens Coach Lionel Scaloni wollte sich nicht direkt zur umstrittenen Szene äußern, sagte jedoch: „Der Schiedsrichter hat seine Entscheidung getroffen. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel.“ Die Schweiz muss nun die Heimreise antreten, während Argentinien im Halbfinale auf Brasilien trifft.
Schweizer Medien schließen sich Kritik an
Schweizer Zeitungen wie der „Blick“ titelten: „Skandal! Schiri raubt uns den Halbfinal-Traum“. Fans und Experten fordern eine Reform des VAR-Systems. „So kann es nicht weitergehen. Der VAR zerstört den Fußball“, schrieb ein Kommentator. Yakin appellierte an den Weltverband FIFA, die Regeln zu überarbeiten: „Solche Entscheidungen dürfen nicht über ein Viertelfinale entscheiden.“



