Beim EM-Spiel zwischen England und Norwegen ist es am Samstagabend zu einer heftigen Fan-Prügelei auf der Tribüne gekommen. Wie mehrere Augenzeugen berichten, entluden sich die Spannungen mitten im Block, als sich eine Gruppe argentinischer Anhänger unter die norwegischen Fans mischte.
Argentinische Fans als Auslöser
Laut übereinstimmenden Berichten sollen die argentinischen Fans die Auseinandersetzung provoziert haben. Sie waren offenbar gekommen, um den möglichen Halbfinalgegner ihrer Nationalmannschaft aus nächster Nähe zu beobachten. Argentinien trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Partie England gegen Norwegen.
Ein Video, das auf der Plattform X (ehemals Twitter) vom Account @AlertaArgNews geteilt wurde, zeigt die chaotischen Szenen. Zu sehen sind mehrere Männer, die wild aufeinander einschlagen, während Sicherheitskräfte versuchen, die Situation zu beruhigen. „Es war furchtbar, plötzlich flogen Fäuste und Bierbecher“, schildert ein Zeuge gegenüber der Bild.
Polizei und Sicherheitspersonal im Einsatz
Die Polizei und das Sicherheitspersonal des Stadions mussten eingreifen, um die Prügelei zu beenden. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden mehrere Personen vorübergehend festgenommen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht, jedoch wurden einige Fans des Stadions verwiesen.
Das Spiel selbst endete mit einem 2:1-Sieg für England. Die Three Lions stehen damit im Viertelfinale und warten auf ihren Gegner. Für Norwegen bedeutet die Niederlage das Aus bei diesem Turnier.
Reaktionen auf die Ausschreitungen
Die Verbände beider Länder verurteilten die Gewalt auf der Tribüne scharf. „Fußball soll verbinden, nicht spalten. Solche Szenen haben in unseren Stadien keinen Platz“, erklärte ein Sprecher des norwegischen Fußballverbandes. Auch die UEFA kündigte an, den Vorfall zu untersuchen.
In den sozialen Medien sorgte das Video für Empörung. Viele Nutzer forderten harte Strafen für die Randalierer. „Das ist kein Fan-Verhalten, das ist pure Gewalt“, kommentierte ein User.
Die argentinischen Fans hatten sich bereits vor dem Spiel in der Nähe des Stadions aufgehalten und waren dann auf die Tribüne gelangt. Wie genau sie an Tickets für den englischen Block kamen, ist noch unklar.



