Marvin Schulz junior (22) hat beim XXL-Testspiel von Preußen Münster gegen Kickers Emden eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Der Angreifer bereitete die Treffer von Joshua Mees (30./55.) und Mikail Demirhan (20./85.) vor und erzielte selbst das 4:1 (87.). Damit war er an drei der fünf Tore beteiligt und zeigte vor 1400 Zuschauern im Stadion Helker Berg in Billerbeck eine starke Leistung.
Starker Auftritt nach Leihe
Der quirlige Jung-Profi, der im Zweitliga-Abstiegsjahr nach der Winterpause an den Südwest-Regionalligisten SV Sandhausen ausgeliehen war, kehrte gestärkt zurück. Zuvor hatte er in der U23 mit 16 Toren in 16 Oberliga-Spielen sowie vier Assists eine Top-Quote hingelegt. Sportdirektor Jan Uphues (38) begründete die Leihe im Januar: „Für seine Entwicklung ist es wichtig, dass Marvin möglichst viel Spielzeit auf höherem Niveau bekommt. Weil wir ihm das aktuell noch nicht gewährleisten können, er aber definitiv bereit für den nächsten Schritt ist, sehen wir in der Sandhausen-Leihe die passende Lösung.“
Die Leihe hat sich offenbar ausgezahlt. Nach dem Abstieg in die 3. Liga darf sich Schulz junior (Marktwert: 200.000 Euro) mit der Trikotnummer 30 erneut präsentieren. Er sagte nach dem Spiel: „Ich glaube, das Spiel ist ganz gut gelaufen. Gerade auch für mich persönlich.“
Suche nach Verstärkung im Sturmzentrum
Trotz der starken Leistung von Schulz suchen die Preußen weiter nach einer echten Verstärkung im Sturmzentrum. Ein kantiger Typ, der zugleich Ankerspieler und Torjäger sein kann, steht bei vielen Vereinen auf der Wunschliste. Uphues betont: „Wir brauchen deshalb Geduld. Zudem ist der Transfermarkt noch gar nicht so richtig in Bewegung.“
Für Schulz (1,72 m) bedeutet dies, dass er vorerst weiter auf sich aufmerksam machen kann. Die künftige Konkurrenz macht ihm keine Sorgen: „Im Fußball musst du dich immer gegen andere behaupten, wenn du dich dauerhaft durchsetzen willst. Ich gebe in den nächsten Tagen und Wochen bis zum Saisonstart einfach weiter Gas. Auf jeden Fall habe ich richtig Bock, in dieser Mannschaft zu spielen.“
Weitere Talente drängen nach
Neben Schulz überzeugten auch zwei weitere Youngster: Niklas Varelmann (19/noch ohne Marktwert) und Leon Tasov (22/Marktwert: 150.000 Euro) sorgten als Schienenspieler auf dem linken und rechten Flügel für viel Druck. Sie gehören zum knapp vierzigköpfigen „Adler-Tross“, der sich am Montagmittag ins einwöchige Trainingslager nach Ankum (Niedersachsen) aufmacht. Bereits zum dritten Mal in Folge steigen die Preußen im See- und Sporthotel mit den Lakeside-Appartements ab. Die Übungseinheiten unter Chefcoach Thomas Wörle (44) finden auf der Sportanlage des TV Quitt statt, nur zehn Minuten entfernt.
Situation um Stammtorhüter Schenk
Stammtorhüter Johannes „Jojo“ Schenk (23/Marktwert: 1,5 Millionen Euro) hat ebenfalls ein Zimmer gebucht, obwohl sein Wechsel zu einem höherklassigen Klub im Raum steht. In den bisherigen Testspielen gegen Eintracht Rheine und Emden kam er nicht zum Einsatz. Hannover 96 ist offenbar aus dem Kreis der Interessenten ausgeschieden; der Zweitligist verpflichtete stattdessen für 1,1 Millionen Euro den Schweizer Schlussmann Pascal Loretz (23/1,91 m/Marktwert: 2 Millionen Euro) vom FC Luzern.
Neuzugang Zeller im Podcast
In der aktuellen Folge des Podcasts „Preußen Privat“ stellt sich Neuzugang Lucas Zeller (26) vor. Der lange Innenverteidiger erzählt, dass er schon als kleiner Junge den Traum vom Profi-Fußballer hatte. Als gebürtiger Frankfurter hängt sein Herz an der Eintracht, aber Münster gefiel ihm auf den ersten Blick. Zeller, der mit Ex-Preuße Henok Teklab (26/inzwischen OH Leuven) befreundet ist, muss sich noch an die vielen Fahrradfahrer gewöhnen. Der Podcast ist kostenlos abrufbar unter www.preussenprivat.de und auf gängigen Plattformen wie Spotify.



