Bundeskanzler Friedrich Merz (70) hat sich nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay zu Wort gemeldet. Auf seinem offiziellen X-Account (ehemals Twitter) schrieb er: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Die DFB-Elf hatte zuvor nach einer schwachen Leistung mit 4:5 im Elfmeterschießen verloren.
Kuriose Lobeshymne nach dritter WM-Blamage
Der Post des Kanzlers sorgt bei vielen Fußballfans für Kopfschütteln. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte über weite Strecken eine enttäuschende Vorstellung. Langsam, langweilig und lethargisch – so beschreiben Kritiker den Auftritt. Begeisterung kam bei den Zuschauern kaum auf. Es ist bereits die dritte WM-Pleite in Folge für Deutschland, nach dem Vorrunden-Aus 2018 und 2022.
Merz hingegen betonte den Einsatz und Teamgeist der Spieler. Er stellte sich damit gegen die verbreitete Kritik in den sozialen Medien und in der Presse. Viele fragen sich, warum der Kanzler ausgerechnet diese Leistung lobt.
Reaktionen aus der Politik und von Fans
Oppositionspolitiker äußerten sich verhalten. Der sportpolitische Sprecher der Grünen, Felix Banaszak, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist schön, dass der Kanzler die Mannschaft unterstützt, aber die Fans haben ein Recht auf eine ehrliche Analyse. Die Leistung war einfach nicht gut genug.“ Auch in den sozialen Netzwerken hagelte es Kritik. Ein Nutzer kommentierte: „Hat Merz das gleiche Spiel gesehen wie wir?“
Die DFB-Spitze zeigte sich hingegen dankbar. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte: „Wir freuen uns über die Unterstützung des Kanzlers. Die Mannschaft hat gekämpft, und wir werden aus dieser Niederlage lernen.“
Ausblick: Zukunft der Nationalmannschaft
Nach dem erneuten frühen WM-Aus steht Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Kritik. Einige Experten fordern personelle Konsequenzen. Der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus sagte im ZDF: „Die Mannschaft hat kein System, keine Idee. Nagelsmann muss sich etwas einfallen lassen, sonst wird das nichts mit der EM 2028.“
Die nächste große Herausforderung für die DFB-Elf ist die Europameisterschaft in zwei Jahren. Bis dahin soll ein Umbruch stattfinden. Merz' Lob mag die Stimmung im Team kurzfristig heben, doch die strukturellen Probleme bleiben bestehen.



