Blobfisch: Darum sieht das hässlichste Tier der Welt eigentlich ganz anders aus
Blobfisch: Das hässlichste Tier sieht in der Tiefsee anders aus

Ein rosa, schlaffer Fisch mit großer Nase und traurig wirkendem Gesicht – so kennen Millionen Menschen den Blobfisch. Das Bild machte ihn zum Internetstar und brachte ihm sogar den Titel „hässlichstes Tier der Welt“ ein. Doch der berühmte Schnappschuss täuscht: Der Tiefseefisch sieht in seinem natürlichen Lebensraum ganz anders aus. Dahinter steckt ein besonderes Phänomen der Natur.

Vom Tiefseefisch zum Internetstar

Der Blobfisch (Psychrolutes marcidus) wurde durch ein Foto aus dem Jahr 2003 weltbekannt. Es zeigt einen rosa, schlaff wirkenden Fisch mit traurigem Gesichtsausdruck. 2013 wählte ihn die Ugly Animal Preservation Society zum „hässlichsten Tier der Welt“. Seitdem ist er aus Memes, Kuscheltieren und Fernsehformaten kaum wegzudenken. Sein berühmtes Aussehen ist jedoch kein Normalzustand. Der Blobfisch lebt in bis zu 1200 Metern Tiefe vor Australien, Tasmanien und Neuseeland. Dort hält der enorme Wasserdruck den weichen Körper des Tiers in Form. Erst wenn der Fisch an die Oberfläche gelangt, verändert der plötzliche Druckunterschied seinen Körper. Dann entsteht das schlaffe Aussehen, das ihn berühmt gemacht hat.

Ein Leben in völliger Dunkelheit

In der Tiefsee ist Nahrung knapp. Deshalb spart der Blobfisch Energie und bewegt sich nur wenig. Er wartet auf kleine Krebstiere, Schnecken und andere wirbellose Meerestiere, die in seine Nähe gelangen. Über sein Leben wissen Forscher bis heute erstaunlich wenig. Die meisten Erkenntnisse stammen aus Zufallsfängen oder von Tauchrobotern, wie PETBOOK berichtet.

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Viele Rätsel bleiben offen

Auch über die Fortpflanzung ist nur wenig bekannt. Vermutlich legen Weibchen Tausende Eier auf felsigen Flächen am Meeresboden ab. Beobachtungen verwandter Arten deuten darauf hin, dass die Elterntiere ihre Gelege bewachen. Wie viele Blobfische es gibt, weiß ebenfalls niemand. Sein Lebensraum ist bedroht – vor allem durch Schleppnetze, die über den Meeresboden gezogen werden. Auch die Folgen des Klimawandels sind bislang kaum erforscht. Trotz vieler offener Fragen hat der Blobfisch eine wichtige Aufgabe: Seine Bekanntheit lenkt die Aufmerksamkeit auf die oft übersehenen Bewohner der Tiefsee. Manchmal täuscht eben der erste Blick.

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