Der FC St. Pauli muss zu Beginn der neuen Saison einen herben Rückschlag verkraften: Nationalspieler Connor Metcalfe (26) ist nach der Weltmeisterschaft und einem anschließenden Heimaturlaub verletzt aus Australien nach Hamburg zurückgekehrt. Der Mittelfeldspieler leidet unter muskulären Problemen und konnte am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Damit verschiebt sich sein Saisonstart zunächst einmal.
Rapp: Kein Risiko bei Metcalfe
Trainer Marcel Rapp (47) steht vor einer neuen Herausforderung. Der Coach will bei Metcalfe kein Risiko eingehen, wie er gegenüber den Vereinsmedien betonte. Er kennt die Verletzungsgeschichte des Australiers genau. In den letzten beiden Spielzeiten hatte Metcalfe immer wieder mit muskulären Beschwerden und Knieproblemen zu kämpfen. Insgesamt verpasste er dadurch 35 Pflichtspiele für St. Pauli – eine erschreckende Bilanz.
Rapp muss nun abwarten, wie ernst die aktuelle Verletzung ist. Eine schnelle Rückkehr ist unwahrscheinlich, da die muskulären Probleme bei Metcalfe in der Vergangenheit oft hartnäckig waren. Die medizinische Abteilung des Vereins wird den Spieler genau beobachten und einen individuellen Aufbauplan erstellen.
Starke WM, aber erneuter Rückschlag
Besonders bitter für Metcalfe: Er hatte bei der Weltmeisterschaft in Australien eine starke Leistung gezeigt. Im Gruppenspiel gegen die Türkei (2:0) erzielte er seinen ersten WM-Treffer und war als Stammspieler gesetzt. Diese gute Form wollte er nun in den Saisonstart bei St. Pauli mitnehmen. Doch nun muss er erneut mit Verletzungsproblemen kämpfen.
In der vergangenen Saison kam Metcalfe in der Bundesliga nur auf 576 Einsatzminuten – eine enttäuschende Ausbeute für einen Spieler, der 2023/24 noch zum Aufstiegsteam gehört hatte. In jener Zweitliga-Saison absolvierte er 30 Spiele, erzielte drei Tore und bereitete fünf weitere vor. Sein Anteil am Bundesliga-Aufstieg war damals enorm.
Hoffnung auf baldige Rückkehr
Metcalfe selbst brennt darauf, unter Rapp an diese starke Serie anzuknüpfen. Der Trainer setzt große Hoffnungen in den Mittelfeldmotor, der mit seiner Dynamik und Torgefahr das Spiel von St. Pauli beleben soll. Doch der erneute Rückschlag wirft die Planungen zunächst über den Haufen.
Die Fans hoffen nun, dass Metcalfe bald wieder voll einsteigen kann. Sollte die Verletzung jedoch länger andauern, steht Rapp vor einem ernsthaften Problem. Denn mit Metcalfe fehlt ein Schlüsselspieler im zentralen Mittelfeld, der bereits in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er den Unterschied ausmachen kann.
Bis auf Weiteres werden Jackson Irvine und Sam Klein die australische Fraktion in der Mannschaft bilden. Irvine absolvierte nach seinem Sonderurlaub bereits seine ersten Trainingseinheiten, und Klein hat seine Adduktorenprobleme weitgehend überwunden. Metcalfe hingegen muss noch geduldig sein.



