Mexikos Torwart-Ikone Guillermo Ochoa beendet seine aktive Karriere. Der 41-Jährige gab seinen Rücktritt in den sozialen Medien bekannt, wenige Tage nach dem Finale der Heim-Weltmeisterschaft. „Ich nehme die Zuneigung und die Liebe von Millionen mit und die Gewissheit, alles für Mexiko gegeben zu haben“, schrieb der Torhüter.
Sechs Weltmeisterschaften – eine seltene Ehre
Ochoa gehört zu einem exklusiven Kreis von nur drei Spielern, die an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen haben. Die anderen beiden sind Lionel Messi (Argentinien) und Cristiano Ronaldo (Portugal). Sein erstes Turnier erlebte Ochoa 2006 als Ersatzkeeper, ebenso 2010. Bei den Weltmeisterschaften 2014, 2018 und 2022 war er Stammtorhüter der mexikanischen Nationalmannschaft. Auch beim diesjährigen Turnier in den USA, Mexiko und Kanada war Raul Rangel die Nummer eins, doch im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien (3:0) wechselte Trainer Javier Aguirre den Routinier kurz vor Schluss ein – ein emotionaler Abschied auf dem Rasen.
Emotionaler Abschied und Dankbarkeit
„Es war ein schöner Tribut an Memo“, sagte Aguirre nach der Partie über die Einwechslung. Ochoa selbst schrieb zum Abschied: „Torwart zu sein bedeutet zu wissen, dass man 90 Minuten lang auf einen einzigen Moment warten muss, in dem alles von einem abhängt. Und wenn dieser Moment kommt, darf man nicht zögern.“ Die Bilder des weinenden Ochoa nach dem 2:3 im Achtelfinale gegen England gingen um die Welt. In Mexiko wird er als Held gefeiert.
Vereinskarriere ohne Topclub
Im Vereinsfußball wagte Ochoa den Schritt nach Europa, schaffte es dort jedoch nie zu absoluten Topclubs. Dennoch blickt er auf eine mehr als 20-jährige Profikarriere zurück. „Ich hätte mir nie vorstellen können, wohin mich dieser Traum führen würde“, teilte er mit.



