Beim Testspielsieg des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach gegen den Oberligisten Wuppertaler SV feierte Nathan Ngoumou am vergangenen Wochenende sein lang ersehntes Comeback. Der 26-jährige Offensivspieler stand erstmals seit 15 Monaten wieder in einem Pflicht- oder Testspiel auf dem Rasen. Beim 6:0-Erfolg absolvierte Ngoumou die ersten 45 Minuten und zeigte eine ansprechende Leistung.
Schwere Verletzung und Rückschläge
Ngoumou hatte sich am 6. April 2025 beim Auslaufen nach dem 1:1-Unentschieden bei St. Pauli einen Achillessehnenriss zugezogen. Dies war sein bislang letztes von 71 Bundesliga-Spielen im Trikot der Fohlen. Seitdem hatte er kein einziges Spiel mehr bestritten – weder in der Bundesliga, im DFB-Pokal, noch in Freundschaftsspielen oder bei der U23 in der Regionalliga. Ein geplantes Comeback im Mai musste er aufgrund erneuter Muskelbeschwerden kurzfristig absagen.
Lob vom Trainer
Gladbachs Trainer Eugen Polanski zeigte sich erfreut über Ngoumous Rückkehr auf den Platz: „Ich glaube, dass er schon ein sehr, sehr schwieriges Jahr hatte. Erst eine langwierige Verletzung. Am Ende der vergangenen Saison, als er schon ein Stück weit immer näher kam, musste er erneut mit Rückschlägen umgehen. Jetzt haben wir die Zeit genutzt in den sechs Wochen, dass Nathan dann auch mal die Pause hatte, einen Cut. Er hat dafür früher angefangen und relativ viel für sich gemacht, um fit zu sein. Dann ist es natürlich auch wichtig, den Jungen dann auch auf den Platz zu schicken und zu schauen, was er dann anbietet. Er muss auch erstmal wieder das Gefühl bekommen, auf dem Platz zu stehen in einem richtigen Spiel. Das hat er definitiv gut gemacht.“
Ungewisse Zukunft bei Borussia
Trotz des gelungenen Comebacks ist noch völlig offen, ob Ngoumou ab Ende August auch in der Bundesliga für Gladbach zum Einsatz kommt. Der Nationalspieler Kameruns besitzt bei den Fohlen zwar noch einen Vertrag bis 2027, doch der Klub würde dem Topverdiener bei einem Wechsel keine Steine in den Weg legen, wie die Bild-Zeitung berichtete. Das Wichtigste ist nun aber, dass Ngoumou endlich verletzungsfrei bleibt. Dann wird der schnelle Angreifer auch weiter auf dem Platz stehen – bei Borussia oder einem neuen Verein.



