Fortuna Düsseldorf: Tim Oberdorf verliert Vize-Kapitänsamt und droht Bankplatz
Oberdorf verliert Vize-Kapitänsamt und droht Bankplatz

Tim Oberdorf (29) erlebt bei Fortuna Düsseldorf die wohl schwerste Phase seiner Karriere. Nach dem Abstieg in die 3. Liga hat der Verteidiger seinen Status als Vize-Kapitän verloren, sein Gehalt ist drastisch gesunken, und nun droht ihm sogar ein Platz auf der Ersatzbank. Der gebürtige Sprockhöveler, der 2019 zur Fortuna stieß, galt lange als Führungsspieler, doch die vergangenen Monate haben tiefe Spuren hinterlassen.

Gehaltskürzung und Wechselwunsch

Oberdorfs Vertrag läuft zwar noch bis 2027 und ist auch für die 3. Liga gültig, allerdings mit deutlich reduzierten Bezügen. Laut BILD-Informationen ist sein Jahresgehalt auf rund 100.000 Euro gesunken. Diese finanzielle Einbuße veranlasste Oberdorf dazu, seinen Wechselwunsch zu äußern, noch bevor Sportvorstand Samir Arabi (47) die ersten Neuzugänge präsentierte. Er hegte große Zweifel an einer erfolgreichen Zukunft bei den Düsseldorfern. Inzwischen hat sich die Situation etwas entspannt, doch von einer positiven Stimmung kann keine Rede sein.

Verlust der Führungsrolle

Trainer Alexander Ende (46) entzog Oberdorf das Amt des Vize-Kapitäns. Die wichtigsten Führungsrollen haben nun Jorrit Hendrix (31) als Kapitän und Matthias Zimmermann (34) als sein Stellvertreter inne. Oberdorf gehört zwar weiterhin zum erweiterten Führungszirkel um Hendrix, Zimmermann, Dominique Heintz (32) und Fabian Schleusener (34), doch sein Einfluss ist geschmälert. „Die Führungsrolle in der letzten Saison schien ihn oft zu nerven“, heißt es aus dem Umfeld. Die Mannschaft habe nicht gestimmt, und Oberdorf musste sich öffentlich immer wieder vor das Team stellen. Diese Bürde ist nun von ihm genommen, sodass er sich ganz auf seine Aufgaben auf dem Platz und in der Kabine konzentrieren kann.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung

Doch auch sportlich ist Oberdorf nicht gesetzt. Heintz gilt aufgrund seiner Erfahrung, Klasse und seines starken linken Fußes als gesetzt. Da Ende offenbar auf ein Duo in der Innenverteidigung setzt, bleibt nur ein Platz, um den Oberdorf mit Elias Egouli (23) konkurrieren muss. Der Wechsel des 2,04 Meter großen Abwehrspielers zur SV Elversberg platzte, sodass er vorerst zu Fortuna zurückkehrte. „Im Klub schwärmen alle von Egouli und sind total happy, dass er wieder da ist“, berichten Insider. Er wird stärker eingeschätzt als Oberdorf und hat zudem das Potenzial, der Fortuna in Zukunft eine hohe Ablösesumme einzubringen. Oberdorf hingegen wäre nach aktuellem Stand in einem Jahr ablösefrei und würde selbst bei einer Verlängerung keine nennenswerte Ablöse generieren.

Kampf gegen den Ober-GAU

Sollte Egouli tatsächlich bleiben, droht Oberdorf der Verlust seines Stammplatzes. Doch der 29-Jährige hat den Kampf gegen den „Ober-GAU“ aufgenommen und lässt sich nicht mehr hängen. Er hat sich mit der Situation arrangiert und ist von der neu zusammengestellten Mannschaft angetan. Ob dies ausreicht, um sich gegen Egouli durchzusetzen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Oberdorf steht vor einer entscheidenden Saison, in der er seine Ambitionen auf dem Platz unter Beweis stellen muss.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration