Die niederländische Nationalmannschaft geht mit großem Respekt in das Achtelfinale gegen Marokko bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko. Das Team will die Partie jedoch auch für seinen Stürmer Cody Gakpo gewinnen, der am vergangenen Samstag öffentlich gemacht hatte, dass sein zweiter Sohn während der Schwangerschaft seiner Freundin gestorben war. Gakpo wird trotz dieser privaten Tragödie am Dienstag um 3:00 Uhr MEZ in Monterrey von Beginn an spielen.
Koeman lobt Gakpos Einsatz für die Elftal
Bondscoach Ronald Koeman äußerte sich tief beeindruckt von der Haltung seines Spielers. „Es war eine sehr traurige Nachricht. Wir haben das getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen“, sagte Koeman. Er habe großen Respekt davor, dass Gakpo bei der Mannschaft geblieben sei. „Das zeigt, was ihm die Elftal bedeutet.“ Gakpo, der in den drei Gruppenspielen zwei Treffer erzielte, wird gegen Marokko wieder in der Startelf stehen.
Marokko als bislang stärkster Gegner
Die Niederländer sind sich bewusst, dass mit Marokko der bislang stärkste Gegner bei diesem Turnier auf sie wartet. Kapitän Virgil van Dijk zeigte sich kämpferisch: „Es wird ein herausforderndes Spiel unter herausfordernden Bedingungen. Aber ich freue mich darauf. Das sind die Spiele, bei denen du dabei sein willst. Auf geht's.“ Marokko hatte vor vier Jahren in Katar als erste afrikanische Mannschaft überhaupt ein WM-Halbfinale erreicht. Das Team gilt als taktisch diszipliniert und körperlich robust.
Gakpos Bedeutung für Oranje
Der 25-jährige Angreifer vom FC Liverpool ist einer der Schlüsselspieler der Niederlande. In der Gruppenphase traf er gegen Senegal und Ecuador und bereitete zudem ein Tor vor. Seine Präsenz auf dem Platz gibt dem Team zusätzliche offensive Durchschlagskraft. Die Mannschaft hofft, dass Gakpo durch den Rückhalt der Kollegen Kraft schöpfen kann.
Das Spiel gegen Marokko wird für die Niederlande richtungsweisend sein. Ein Sieg würde den Weg ins Viertelfinale ebnen, wo möglicherweise Spanien oder Deutschland warten. Die Elftal hat in der Vorrunde solide Leistungen gezeigt, aber noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Gegen den starken Gegner aus Afrika wird eine deutliche Steigerung nötig sein.



