Ost-Klubs protestieren gegen DFB-Reform mit Ballruhe in erster Minute
Ost-Klubs protestieren gegen DFB-Reform mit Ballruhe

Im Streit um die Aufstiegsreform zur 3. Liga wollen die Ost-Klubs ein deutliches Zeichen setzen. Zum Saisonstart am Wochenende soll bei allen Partien der Regionalliga Nordost in der ersten Minute der Ball ruhen.

Geschlossene Protest-Aktion angekündigt

„Wir werden an dem Wochenende eine geschlossene Protest-Aktion in der Regionalliga Nordost durchführen. Das heißt: In der ersten Spielminute wird der Ball in allen Partien ruhen, um entsprechend mit den Fanszenen gemeinsam ein Zeichen zu setzen, dass die Interessen der Vereine umzusetzen sind“, kündigte Tommy Haeder, Geschäftsführer des Chemnitzer FC, bei einer Podiumsdiskussion der Freien Presse am Dienstagabend an.

Hintergrund: Streit um die Aufstiegsreform

Die Initiative Aufstiegsreform, zu deren führenden Köpfen Haeder zählt, fordert seit Jahren, dass alle Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen. Aktuell verfügen nur zwei Staffeln (Südwest und Westen) dauerhaft über feste Aufstiegsplätze, die übrigen drei Regionen teilen sich zwei weitere Tickets über die ungeliebte Relegation.

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Ende Juni hatten die fünf Regionalliga-Verbände ihre Mitgliedsvereine über verschiedene Reformmodelle abstimmen lassen. Obwohl sich knapp 51 Prozent der beteiligten Klubs für eine Zusammenlegung auf vier Staffeln im Rahmen des sogenannten Kompassmodells aussprachen, werteten die Verbände das Votum nicht als ausreichende Grundlage für eine Umsetzung. Stattdessen sollen weitere Gespräche mit dem DFB folgen.

Haeder rechnet mit den Verbänden ab

Das sorgt bei vielen Vereinen für Ärger. Haeder hatte die Abstimmung bereits zuvor als „Taschenspielertrick“ bezeichnet und den Verbänden vorgeworfen, kurz vor dem Votum zuvor erarbeitete Reformvorschläge verändert zu haben.

Der CFC-Geschäftsführer fordert zudem mehr Engagement des Deutschen Fußball-Bundes und nimmt zudem die Regionalverbände in die Pflicht: „Wir wollen den Verbänden deutlich machen, dass sie dafür da sind, die Interessen der Vereine zu vertreten. Wenn wir da wieder zurückkommen und die Verbandsfunktionäre sich darauf besinnen, den Spielbetrieb für die Vereine zu organisieren und nicht die eigenen Interessen durchzudrücken, dann kommen wir in den nächsten Wochen sehr, sehr weit.“

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